Der Versuch die Kampagne 2010 auf Busse öffentlicher Verkehrsbetriebe zu bringen, ist wieder gescheitert. Wir werden im Oktober auf Alternativen ausweichen.
Wien Wiener Linien: “Da wir grundsätzlich als Medium f. politische od. Religiöse “Werbung” (wenn vielleicht auch nur im weitesten Sinn) nicht zur Verfügung stehen, müssen wir Ihnen leider eine Absage erteilen.
Salzburg progress: “Die Progress Salzburg Außenwerbung GesmbH besitzt im Rahmen der Vermarktung der öffentlichen Verkehrsmittel in Salzburg mit der SALZBURG AG das Arrangement, Aufträge für Werbung von Religions- und Glaubensgemeinschaften im weitesten Sinne nicht anzunehmen.”
Innsbruck Sitour: “Hinsichtlich der Anfrage zur Beklebung “Buskampagne Teil 2″ darf ich Ihnen mitteilen, dass es sich hier um eine gesellschaftspolitische Forderung handelt, deren Bewerbung durch unseren Vertrag mit Sitour ausgeschlossen ist. Ich kann Ihnen deshalb keine Freigabe erteilen.”
Graz GVB: “Seitens der GVB-Leitung wird mitgeteilt, dass die im Vorjahr getroffene Entscheidung (keine Werbung auf Autobussen der GVB) beibehalten wird.”
Linz Werbering: “Die Linz Linien haben die Zustimmung ohne Begründung verweigert. Sie müssen uns keinen näheren Grund nennen.”
Die Bim fährt in Wien mit Regenbogenfahnen durch die Stadt. Fällt das unter politische Werbung?
Ich denke schon: “gay” und “bright” sind miteinander mehr als nur vergleichbar. Beide kämpfen gegen die Diskriminierung ihrer Weltanschauung bzw. für das gleichberechtigte Ausüben ihrer Rechte.
Warum machen die Wiener Linien hier eine Ausnahme?
Nach der Absage der Wiener Linien bekamen wir einige Mails mit dem Ausdruck des Bedauerns, dass die Kampagne jetzt doch nicht stattfindet. Dem ist natürlich nicht so! Es soll zwar eine Kampagne sein, die ihrem Namen entsprechend auf Bussen durch die Städt rollt, aber Wien ist nicht die einzige Stadt und wir sind auch nicht auf Buswerbung beschränkt.
Die Kampagne läuft bereits seit Jänner 2009 in Österreich. In den letzten Monaten gab es Inserate mit dem englischen Originalslogan in The Gap, Vice und Biorama.
PS: Im Übrigen sei es den Wiener Linien unbenommen, unsere Kampagne abzulehen. Als privates Unternehmen können die Wiener Linien machen, was sie wollen. Unsere Kritik richtet sich an das Zurückziehen der bereits gegebenen Zusage, das Vorschieben der Gewista als Schuldigen und v. a. das Anführen einer Begründung, die keine (Atheismus ist keine Religion) ist. Nach dieser Regelung fielen vermutlich einige Kampagnen unter das selbstauferlegte Verbot von Werbung mit religiösem Hintergrund.