Die Fortsetzung der Buskampagne

Die Buskampagne geht weiter!

Der erste Teil darf mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als höchst erfolgreich verbucht werden. Mit unscheinbarem Mittelseinsatz (~ EUR 2,300.- siehe Mittelverwendung) konnte die Buskampagne große Öffentlichkeit erzeugen. In praktisch allen großen österreichischen Medien wurden wir Teil der Berichterstattung. Außerdem gab es eine erkleckliche Anzahl an Postings und Social Media Aktivität. Siehe dazu Presse, wo einige, aber bei weitem nicht alle Beweisstücke zu finden sind.

Ausgeruht haben wir uns jetzt lang genug. Jetzt kommt Welle 2!

Und diesmal wollen wir die Sache etwas breiter anlegen. Wir brauchen:

1) Ideen für Plakate
2) Werbeflächen
3) Spenden

1) Ideen für Plakate

Das Vorbild für die zweite Welle bieten wieder die Slogans der britischen Kampagne.

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Wir schlagen vor, diese zu modifizieren, aber das muss nicht sein.

Ihr seid herzlich eingeladen, eure Plakate zu gestalten.

Hilfreich dafür sind wahrscheinlich die verwendeten Fonts.

Ernstgemeinten Einsendungen werden gepostet und wir nehmen auch Vorschläge entgegen, nach welchen Kriterien eine Auswahl erfolgen soll.

Natürlich können auch einfach Vorschläge für Slogans als Kommentar gepostet und an Ort und Stelle diskutiert werden.

Die Deadline für die Einreichungen richtet sich nach dem Erreichen des Spendenziels.

2) Werbeflächen

Wir brauchen Werbefläche in allen Medien. Magazine, Online, Zeitungen, …
Sachdienliche Hinweise und Angebote für kostenlose Platzierungen sind höchst willkommen.

Ziel ist es aber die Kampagne jedenfalls ihrem Namen entsprechend endlich auf Bussen zu platzieren.

Daher braucht es…

3) Spenden

Um bei Gewista (in Wien) und ähnlichen Unternehmen in andern österr. Städten einbuchen zu können, brauchen wir ein Mediabudget von ca. 3.000,- EUR.

Der aktuelle Spendenstand wird wieder in der Sidebar rechts angezeigt.

Schickt eure Einsendungen, Anregungen etc. an plakat@buskampagne.at, postet sie in den Kommentaren, auf Twitter, Facebook und auf euren Blogs.

23 Kommentare 8.12.09

Durst fragt nach der Buskampagne

Die Studierenden-Beilage des Falter hat sich in einer Kolumne der Buskampagne gewidmet.

Bei allem Respekt vor der gnadenlosen Recherche, sei hier erwähnt, dass die Kampagne natürlich ganz im Sinne einer Kampagne immer schon zeitlich begrenzt war und es nicht “seit einigen Monaten still” darum geworden ist. Dennoch: Danke an Stefanie Platzgummer für das Aufgreifen des Themas. Eine zweite Welle der Buskampagne ist tatsächlich in Planung.

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Kommentieren 15.11.09

Buskampagne in ORF Orientierung

Der ORF brachte am Sonntag einen Beitrag über die Buskampagne, wo auch der katholische Theologe Wolfgang Treitler zu Wort kommt. Wie er richtig bemerkt ist die “Zeit der Gottesbeweise lang vorbei”. Auch sonst ist ihm in seinen Statements ohne weiteres zuzustimmen: “Gott ist eine Frage des Glaubens” und “Am Schluss geht es um die Frage Gott:” ja oder nein?”

Problematisch ist sein Fazit: Gott sei eine existenzielle Frage, keine theoretische Frage. Hier offenbart sich einmal mehr die Zweischneidigkeit in den Aussagen der Theologen und Kirchen: Einerseits wird die Gottesfrage ins Persönliche zurückgedrängt und gesellschaftlich tabuisiert. Auf der anderen Seite noch durch gesetzliche Privilegien (§188 StGB, Blasphemie) unangreifbar gemacht. Gott dient als Rechtfertigungsschild, der viele Fragen abprallen lässt.

Robert Misik, der in dem Beitrag auch zu Wort kommt, sieht das natürlich etwas anders und bringt u. a. Beispiele für gesellschaftliche Diskriminierung von Unngläubigen.

Für die Buskampagne spricht diesmal Christoph Baumgarten. Auf seinem Blog politwatch.at sind weitere Kommentare zu Beitrag zu finden.

Kommentieren 28.07.09

Spenden: der erste Zwischenstand

Seit die Kampagne tatsächlich öffentlich zu sehen ist, kommen auch die ersten Spenden herein.
Wir zeigen den Spendenstand in der rechten Spalte an. Er verändert sich aber nicht in real-time (also bei den Überweisungen nicht wundern), sondern wird manuell aktualisiert werden. Auch die Stickers im Shop verkaufen sich ganz gut.

Der erste Tausender ist jedenfalls geschafft!

Der Betrag beinhaltet natürlich nicht die Beträge, die von den unterstützenden Vereinen und Super-Fi ins Kampagnenbudget eingeflossen sind.
Über die Verwendung der Spenden werden wir natürlich informieren.

11 Kommentare 24.07.09

Ablehnung #4: Salzburg

Nach anfänglicher Zusage und Übermittlung eines konkreten Angebots unterrichtete uns das Unternehmen progress von der Absage der Salzburg AG. Auch hier wird keine Atheist Campaign auf Bussen zu sehen sein.

Eine ordentliche Begründung erhielten wir noch nicht, lediglich indirekt über einen Mitarbeiter von progress:

sehr geehrter herr alm,

das von ihnen übermittelte sujet wurde seitens der salzburger verkehrsbetriebe abgelehnt da die verkehrsbetriebe werbung aus dem bereich religion, sekten, etc. grundsätzlich nicht auf ihren fahrzeugen genehmigen.

Mit freundlichen Grüßen

Abgesehen davon, dass die Buskampagne weder mit Religion noch mit Sekten etwas zu tun hat, sei hier bemerkt, dass politische Kampagnen auf Bussen in Salzburg kein Problem sind. Da es sich bei der Atheist Campaign am ehesten noch um eine politische Kampagne handelt, lässt die Absage doch sehr seltsam erscheinen.

Wir versuchen aber ein Originalzitat von der Salzburg AG zu bekommen.

9 Kommentare 22.07.09

Gott konnte atheistische City Lights in Wien nicht verhindern

Seit heute ist die Kampagne tatsächlich im öffentlichen Raum an mehreren Standorten in Wien zu sehen und zwar auf den von der Gewista als Alternative zu den Bussen der Wiener Linien angebotenen City Lights.

Drei verschiedene Sujets gibt es zu sehen:

Es gibt keinen Gott. Gutes tun ist menschlich.

abc_cl_90609_sujet1

There’s probably no god. Now stop worrying and enjoy your life.

abc_cl_90609_sujet2

Gott ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein tschechischer Schlagersänger. Entspann dich. Er wird dir nichts tun.

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Fotos ©Niko Ostermann (Vielen Dank!) von der Präsentation heute:

Pressespiegel folgt!

24 Kommentare 17.07.09

Ablehnung #3: Innsbruck

Um nach Wien und Graz möglichst schnell zu klaren Aussagen zu gelangen, haben wir in Innsbruck und Salzburg schon bei den ersten Anfragen gleich einen Draft des gewünschten Sujets mitgeliefert.

anfrage_ibk

Das bei den Innsbrucker Verkehrsbetrieben (IVB) einbuchende Unternehmen Sitour nahm die Anfrage entgegen und klärte das Sujet für uns ab – mit dem prompten Ergebnis der Ablehnung.

Eine weitere Nachfrage bei den IVB förderte folgende (doch eher knappe) Begründung zu Tage:

Sehr geehrter Herr Alm!

Als öffentliches Verkehrsunternehmen sind wir bestrebt keinerlei Werbung zuzulassen, die für einzelne Personen oder Gruppen beleidigend wirken könnte.

mit freundlichen grüßen

ing. harald jösslin
handlungsbevollmächtigter
bereichsleiter fuhrparkmanagement
sicherheitstechnischerdienst
innsbrucker verkehrsbetriebe und stubaitalbahn gmbh
pastorstraße 5, a-6010 innsbruck

Diese Antwort wirft natürlich das Problem der Grenzziehung auf: Welche Werbung ist für wen beleidigend?

Ein völlig unreligiöses Tourismus-Sujet (Quelle: Sitour)

Ein völlig unreligiöses Tourismus-Sujet (Quelle: Sitour)

21 Kommentare 13.07.09

Ablehnung #2: Graz

Ohne jemals angefragt zu haben, lehnten die Graz AG Verkehrsbetriebe (GVB) die Atheist Bus Campaign öffentlich via steiermark.orf.at schon im Juni ab.

Als privates Unternehmen, und eine AG ist per definitionem privat, steht es den GVB natürlich frei ohne Begründung Kampagnen abzulehnen. Dennoch waren wir daran interessiert eine Begründung zu erhalten. Schon wenige Wochen nach unserer Anfrage kam die Antwort, in der es ja außerdem aufzuklären galt, ob die Kirche in Graz, wie vom ORF unterstellt, tatsächlich ein Vetorecht bei Kampagnen hat.

Die Antwort von Dir. Dr. DI Antony Scholz im Originalwortlaut:

Sehr geehrter Herr Alm

In Bezug auf Ihre Mail vom 17.6.2009 möchten wir Ihnen mitteilen, dass die GVB als öffentliches Verkehrsmittel Menschen aller Konfessionen und natürlich auch Atheisten ohne Unterscheidung befördern.

Religionspolitische Diskussionen sind gesellschaftspolitisch sehr wichtig, sollten aber nicht in oder auf öffentlichen Verkehrsmitteln ausgetragen werden.

Das Management der GVB verfolgt diese Diskussionen mit Interesse und jeder GVB-Manager hat dazu seine persönliche Meinung, offiziell wollen und müssen wir uns aber aus dieser Diskussion heraushalten. Aus diesem Grund habe ich Ihnen schon einmal vorgeschlagen, sich an die Fa. Ankünder in Graz zu wenden und andere Möglichkeiten der Publikation bzw. Veröffentlichung, z. B. über Plakate in Graz, zu nutzen.

Feststellen möchten wir auch, dass die GVB kein Privatbetrieb sind, sondern die Stadt Graz Eigentümer ist. Weiters teilen wir Ihnen mit, dass die Kirche (welche?) natürlich kein Vetorecht in Bezug auf unsere Verkehrswerbung ausübt. Auch betreffend Ihrer Atheismus-Kampagne hat es KEINERLEI Kontakte mit irgendwelchen Religionsgemeinschaften gegeben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Scholz

Dir. DI. Dr. Antony Scholz
Bereichsleiter

GRAZ AG – Stadtwerke für kommunale Dienste
Verkehrsbetriebe
Steyrergasse 114
8010 GRAZ | Austria
FN 54309 t, Landes- als Firmenbuchgericht Graz
DVR-Nr.: 0035343
UID-Nr.: ATU 28606700

Nach Wien hat Graz damit als zweite Stadt die Durchführung der Kampagne auf öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgreich verhindert.

4 Kommentare 13.07.09

profil kommentiert die Buskampagne

Profil, 15.06.2009 Sven Gächter hat im heutigen profil (15.6.2009) einen Kommentar zur Buskampagne abgegeben, den wir doch gerne mit einem Leserbrief beantworten.

Lieber Sven Gächter,

zugegebenermaßen ist das Substrat für einen Leserbrief etwas gering. Ich rechtfertige es damit, dass die Kolumne Mediamarkt leider keinerlei Position bezieht, nämlich weder die Entscheidung der Wiener Linien billigend, noch missbilligend. Nicht einmal, dass diese Kampagne ein Impulsgeber für eine Diskussion sein könnte, oder völlig irrelevant ist, kann ich herauslesen. Gerade das profil und Sven Gächter, die sonst nie vor klar artikulierter Meinung zurückschrecken, lavieren hier im aussagelosen Niemandsland. Alleine an der Formulierung des Slogans wird gemäkelt “schwerfällig” und “uninspiriert”, während die eigenen Englischkenntnisse gleich einmal ins Scheinwerferlicht gestellt werden (“augenzwinkernde Leichtigkeit”). Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Die englische Version war uns zu platt und humorlos. Das haben die Kollegen von buskampagne.de wesentlich besser erledigt. Die “mit an Sicherheit grenzende” Wahrscheinlichkeit ist ja dem Iuristischen entlehnt und beinhaltet wesentlich mehr Augenzwinkern als “probably”. Die Subline enthält zumindest einen konkreten Denkanstoß, der im Gegensatz dazu bei “Don’t worry – enjoy life!” eher in den Hintergrund tritt. Es kommt wahrscheinlich auf die persönliche Disposition an, was besser funktioniert. Es wird jedenfalls im Verlauf der Kampagne mehrere, auch leichtfüßigere Varianten geben. Der Seitenhieb auf die unterstellte Schwerfälligkeit ist jedenfalls billig, und Schade, wenn das als einziger Kritikpunkt übrigbleibt.

BG
Niko Alm

Kommentieren 15.06.09

Regenbogenbeflaggung der Wiener Linien

Die Bim fährt in Wien mit Regenbogenfahnen durch die Stadt. Fällt das unter politische Werbung?
Ich denke schon: “gay” und “bright” sind miteinander mehr als nur vergleichbar. Beide kämpfen gegen die Diskriminierung ihrer Weltanschauung bzw. für das gleichberechtigte Ausüben ihrer Rechte.

Warum machen die Wiener Linien hier eine Ausnahme?

3 Kommentare 15.06.09

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für Kampagne Teil 2
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