Bis letzte Woche erreichte uns eine erkleckliche Anzahl von Einsendungen für die Fortsetzung der Buskampagne. Die meisten Sujets sind hier im Blog veröffentlicht. Die späteren Einsendungen nicht mehr, weil zu diesem Zeitpunkt schon die Einladung an die Beitragenden zur finalen Diskussions- und Abstimmungsrunde rausgegangen waren.
Ca. 20 Interessierte sind zu diesem Termin am 16.6. gekommen und folgende Sujets sind dabei in die engere Wahl gekommen:
1) Religion? Ohne mich. Ich will wissen, nicht glauben.
2) Angst vorm Teufel? Ich nicht. Ethik braucht keinen Gott.
3) Religionsfreiheit für Kinder. Lasst uns selbst entscheiden.
Wie geht’s jetzt weiter? In den nächsten Wochen werden, wie letztes Jahr, Werbeflächen gebucht, um die Kampagne auszurollen. Bis dahin besteht noch die Möglichkeit hier seinen Kommentar zu diesem vorläufigen Endergebnis abzugeben. Vielleicht ändert es ja noch etwas…
Der erste Durchgang Stickers ist praktisch ausverkauft. Die atheistische Variante war dabei um einiges beliebter als das agnostische Modell.
Die Neuauflage ist geliefert und kann im Buskampagne-Shop geordert werden.
Es gibt wieder einen atheistischen und eine agnostischen Sticker, jeweils in einer wetterfesten und in einer normalen Variante. In Summe also 4 Stickers, die als Paket bezogen werden können.
Es ist wirklich höchst an der Zeit einen kleinen Statusbericht zur zweiten Teil der Buskampagne abzugeben:
1. Geld
Der Spendenstand wächst langsam und in kleinen Schüben. Wir halten bei EUR 1,310.-
2. Kampagne
Die eingelangten Sujets sind de facto als Endstand zu betrachten. Es fehlt jetzt noch ein(e) Entscheidung(sprocedere) was mit dem Budget und den Ideen genau passiert. Das wird im Rahmen eines kleinen Buskampagnebeschlusstreffens Ende Mai/Anfang Juni passieren.
3. Warum geht das alles nicht schneller?
Derzeit verbraucht die katholische Kirche dermaßen viel Aufmerksamkeit, dass eine Lancierung der Kampagne tatsächlich unökonmisch wäre. Gestern Irland, heute Mixa, … Wir warten jedenfalls bis morgen.
Der erste Schwung Stickers ist übrigens ausverkauft. In Kürze gibt es neue im Shop.
Der erste Teil darf mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als höchst erfolgreich verbucht werden. Mit unscheinbarem Mittelseinsatz (~ EUR 2,300.- siehe Mittelverwendung) konnte die Buskampagne große Öffentlichkeit erzeugen. In praktisch allen großen österreichischen Medien wurden wir Teil der Berichterstattung. Außerdem gab es eine erkleckliche Anzahl an Postings und Social Media Aktivität. Siehe dazu Presse, wo einige, aber bei weitem nicht alle Beweisstücke zu finden sind.
Ausgeruht haben wir uns jetzt lang genug. Jetzt kommt Welle 2!
Und diesmal wollen wir die Sache etwas breiter anlegen. Wir brauchen:
1) Ideen für Plakate 2) Werbeflächen 3) Spenden
1) Ideen für Plakate
Das Vorbild für die zweite Welle bieten wieder die Slogans der britischen Kampagne.
Wir schlagen vor, diese zu modifizieren, aber das muss nicht sein.
Ihr seid herzlich eingeladen, eure Plakate zu gestalten.
Hilfreich dafür sind wahrscheinlich die verwendeten Fonts.
Ernstgemeinten Einsendungen werden gepostet und wir nehmen auch Vorschläge entgegen, nach welchen Kriterien eine Auswahl erfolgen soll.
Natürlich können auch einfach Vorschläge für Slogans als Kommentar gepostet und an Ort und Stelle diskutiert werden.
Die Deadline für die Einreichungen richtet sich nach dem Erreichen des Spendenziels.
2) Werbeflächen
Wir brauchen Werbefläche in allen Medien. Magazine, Online, Zeitungen, …
Sachdienliche Hinweise und Angebote für kostenlose Platzierungen sind höchst willkommen.
Ziel ist es aber die Kampagne jedenfalls ihrem Namen entsprechend endlich auf Bussen zu platzieren.
Daher braucht es…
3) Spenden
Um bei Gewista (in Wien) und ähnlichen Unternehmen in andern österr. Städten einbuchen zu können, brauchen wir ein Mediabudget von ca. 3.000,- EUR.
Der aktuelle Spendenstand wird wieder in der Sidebar rechts angezeigt.
Schickt eure Einsendungen, Anregungen etc. an plakat@buskampagne.at, postet sie in den Kommentaren, auf Twitter, Facebook und auf euren Blogs.
Die Studierenden-Beilage des Falter hat sich in einer Kolumne der Buskampagne gewidmet.
Bei allem Respekt vor der gnadenlosen Recherche, sei hier erwähnt, dass die Kampagne natürlich ganz im Sinne einer Kampagne immer schon zeitlich begrenzt war und es nicht “seit einigen Monaten still” darum geworden ist. Dennoch: Danke an Stefanie Platzgummer für das Aufgreifen des Themas. Eine zweite Welle der Buskampagne ist tatsächlich in Planung.
Der ORF brachte am Sonntag einen Beitrag über die Buskampagne, wo auch der katholische Theologe Wolfgang Treitler zu Wort kommt. Wie er richtig bemerkt ist die “Zeit der Gottesbeweise lang vorbei”. Auch sonst ist ihm in seinen Statements ohne weiteres zuzustimmen: “Gott ist eine Frage des Glaubens” und “Am Schluss geht es um die Frage Gott:” ja oder nein?”
Problematisch ist sein Fazit: Gott sei eine existenzielle Frage, keine theoretische Frage. Hier offenbart sich einmal mehr die Zweischneidigkeit in den Aussagen der Theologen und Kirchen: Einerseits wird die Gottesfrage ins Persönliche zurückgedrängt und gesellschaftlich tabuisiert. Auf der anderen Seite noch durch gesetzliche Privilegien (§188 StGB, Blasphemie) unangreifbar gemacht. Gott dient als Rechtfertigungsschild, der viele Fragen abprallen lässt.
Robert Misik, der in dem Beitrag auch zu Wort kommt, sieht das natürlich etwas anders und bringt u. a. Beispiele für gesellschaftliche Diskriminierung von Unngläubigen.
Für die Buskampagne spricht diesmal Christoph Baumgarten. Auf seinem Blog politwatch.at sind weitere Kommentare zu Beitrag zu finden.
Seit die Kampagne tatsächlich öffentlich zu sehen ist, kommen auch die ersten Spenden herein.
Wir zeigen den Spendenstand in der rechten Spalte an. Er verändert sich aber nicht in real-time (also bei den Überweisungen nicht wundern), sondern wird manuell aktualisiert werden. Auch die Stickers im Shop verkaufen sich ganz gut.
Der erste Tausender ist jedenfalls geschafft!
Der Betrag beinhaltet natürlich nicht die Beträge, die von den unterstützenden Vereinen und Super-Fi ins Kampagnenbudget eingeflossen sind.
Über die Verwendung der Spenden werden wir natürlich informieren.