Ablehnung #4: Salzburg
22.07.09 | alm |
Salzburg
Nach anfänglicher Zusage und Übermittlung eines konkreten Angebots unterrichtete uns das Unternehmen progress von der Absage der Salzburg AG. Auch hier wird keine Atheist Campaign auf Bussen zu sehen sein.
Eine ordentliche Begründung erhielten wir noch nicht, lediglich indirekt über einen Mitarbeiter von progress:
sehr geehrter herr alm,
das von ihnen übermittelte sujet wurde seitens der salzburger verkehrsbetriebe abgelehnt da die verkehrsbetriebe werbung aus dem bereich religion, sekten, etc. grundsätzlich nicht auf ihren fahrzeugen genehmigen.
Mit freundlichen Grüßen
Abgesehen davon, dass die Buskampagne weder mit Religion noch mit Sekten etwas zu tun hat, sei hier bemerkt, dass politische Kampagnen auf Bussen in Salzburg kein Problem sind. Da es sich bei der Atheist Campaign am ehesten noch um eine politische Kampagne handelt, lässt die Absage doch sehr seltsam erscheinen.
Wir versuchen aber ein Originalzitat von der Salzburg AG zu bekommen.



9 Kommentare Einen eigenen verfassen
1. dominik | 22.07.09 at 3:16 pm
Nachdem ich mich eine Zeit lang gewundert und auch etwas über die verschiedenen Verkehrsbetriebe geärgert habe, sehe ich die Sache langsam von der pragmatischen Seite: Solange die Plakate von konkurrenzierenden Firmen veröffentlicht werden (wie Gewista/City Lights), wird das primäre Ziel der Kampagne (das ist die Wahrnehmung der Atheisten zu verbessern) ja erreicht.
Gleichzeitig wird das Thema religiöse Werbung in Verbindung mit öffentlichen Besitz befindlichen Unternehmen in Rampenlicht gerückt. Deshalb ist es auch gut, es bei weiteren Verkehrsbetrieben zu versuchen.
Super Kampagne! Weiter so!
2. Stephan P. | 23.07.09 at 8:50 am
Ähm, sehr wohl hat die Kampagne etwas mit Religion zu tun, und nicht mit Politik. Dieser Sachverhalt, warum das eine politische Kampagne sein soll, aber eben nicht danach aussieht, gehört eurerseits genauer erläutert.
Ich jedenfalls stehe hinter der Buskampagne mit (anti-)religiöser Motivation.
3. alm | 23.07.09 at 10:04 am
Lieber Stephan,
natürlich hat die Kampagne etwas mit Religion zu tun. Aber es geht um die gesellschaftliche, gesetzliche und politische Diskriminierung von Nicht-Gläubigen. Deswegen ist die Kampagne eine politisch motivierte. Sie kann auch per definitionem nicht religiös motiviert sein.
Du hast aber Recht, dass wir das besser argumentieren müssen.
Will do.
Danke
Niko
4. alm | 23.07.09 at 10:04 am
@dominik
Wir sehen das eh auch so.
Ich glaube nur, dass Gewista und progress eh irgendwie zusammengehören. Ist aber nur unüberprüfte Spekulation meinerseits.
5. michael | 25.07.09 at 12:34 pm
“werbung aus dem bereich religion, sekten, etc.” ist eine haarsträubende Definition der Kampagne und zeigt, dass sich die Verkehrsbetriebe entweder nicht mit dem Thema auseinandergesetzt haben oder allesamt reichlich verkorkst sind.
Jetzt, da sich die Atheisten zu Wort melden, wird der Fanatismus offenkundig, der in den Menschen hierzulande schlummert. Denn es ist fanatisch, wenn man nur seine eigene Weltanschauung zulässt und allem darüber hinaus mit Intoleranz und Missbilligung begegnet.
6. alm | 25.07.09 at 12:41 pm
@michael
Du hast recht, denn genau das passiert. Hier wird von der Seite der Gläubigen Respekt eingefordert, der uns aber nicht zugebilligt wird. Ganz im Gegenteil.
7. Linus | 4.08.09 at 4:07 pm
atheisten selbst in den usa erfolgreicher:
http://www.reddit.com/tb/97eju
8. Ähem | 20.08.09 at 8:41 pm
Habe ich nicht kürzlich in Graz auf (oder in) einem Bus der Grazer Verkehrsbetriebe die Aufschrift “Mit jede Abtreibung tötest du ein unschuldiges Kind” (oder so ähnlich) gesehen? Gehört das etwa nicht in den Bereich “Religion, Sekten, etc.”???
Ich glaube, mir wird schlecht von so viel Heuchlerei.
9. alm | 20.08.09 at 9:28 pm
Ähem, das kann ich mir nur schwer vorstellen. Sollte es so sein, würde ich um ein Beweisfoto bitten.
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