Gott konnte atheistische City Lights in Wien nicht verhindern

17.07.09 | alm |
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Seit heute ist die Kampagne tatsächlich im öffentlichen Raum an mehreren Standorten in Wien zu sehen und zwar auf den von der Gewista als Alternative zu den Bussen der Wiener Linien angebotenen City Lights.

Drei verschiedene Sujets gibt es zu sehen:

Es gibt keinen Gott. Gutes tun ist menschlich.

abc_cl_90609_sujet1

There’s probably no god. Now stop worrying and enjoy your life.

abc_cl_90609_sujet2

Gott ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein tschechischer Schlagersänger. Entspann dich. Er wird dir nichts tun.

abc_cl_90609_sujet3

Fotos ©Niko Ostermann (Vielen Dank!) von der Präsentation heute:

Pressespiegel folgt!

24 Kommentare Einen eigenen verfassen

  • 1. Lydia  |  17.07.09 at 3:17 am

    Glückwunsch!

  • 2. max  |  17.07.09 at 4:52 am

    Was soll das Ganze.
    Jeder kann – wie auch ich – Atheist werden. Dazu braucht man wirklich keinen Verein. Wollt Ihr die Leute zum Atheismus bekehren? Wollt Ihr als nichtreligiöse Vereinigung anerkannt werden, staatliche Förderung und Spenden erhalten?
    Seid Ihr der Meinung, dass Atheisten in der Gesellschaft benachteiligt sind??
    Spenden kriegt Ihr von mir sicher nicht.

    M.f.G von Atheist zu Atheist.

    Egal, das ganze ist so obskur, dass der Verdacht naheliegt, dass es sich lediglich um den Versuch einer Geldbeschaffung handelt.

  • 3. alm  |  17.07.09 at 8:02 am

    @max

    Lieber Rudolf Kirchmayr,

    was ist hier obskur? Welche Frage kann ich beantworten, um hier Bedenken auszuräumen.
    Diese Kampagne ist mit Sicherheit keine Geldbeschaffungsaktion. Die Durchführung kostet wesentlich mehr, als wir an Spenden erwarten dürfen.

    Wir wollen keine Förderungen und keine staatliche Anerkennung als nicht-religiöse Vereinigungen.

    Das ist eine Unterstellung, die auch nicht glaubwürdiger wird, wenn das Statement als “von Atheist zu Atheist” getarnt ist.

    BG
    Alm

  • 4. Asha  |  17.07.09 at 8:37 pm

    Glückwunsch auch von mir, richtig tolle Aktion! Allein die Tatsache, dass 3 einfache Plakate für so viel Empörung sorgen können, zeigt doch sehr deutlich, dass hier so Einiges nicht in Ordnung ist…
    Danke jedenfalls, zumindest einmal ein Schritt in die richtige Richtung – mögen noch viele folgen!

  • 5. Thomas  |  18.07.09 at 1:21 pm

    Glückwunsch zum gelungenen Start. :-)

  • 6. Peder  |  18.07.09 at 5:58 pm

    Herzliche Glückwünsche aus Berlin! Bei allen mit denen ich gesprochen habe kamen die Texte bestens an. Wir wünschen euch viele Spenden für viele Werbeflächen!

  • 7. Andylee  |  18.07.09 at 7:49 pm

    Schade, dass die englische Message so völlig verschwunden ist.

    Aus dem “probably” wurde eine Aussage, welche die Nichtexistenz Gottes einfach als gegeben annimmt.

    So viel schöner könnte man es formulieren…. und so viel weniger populistisch :(

  • 8. alm  |  18.07.09 at 7:59 pm

    @Andylee

    Was heißt die englische Message ist verschwunden?
    Wir haben 3 verschiedene Versionen. Davon ist eine das englische Original.

  • 9. darkwin  |  18.07.09 at 9:55 pm

    Danke! Ich bin unglaublich froh, dass ihr die Aktion derart konsequent und professionell durchzieht und anscheinend mit solchem Understatement daher kommt, dass Michael Fleischhacker sich die volle Blöße gibt und es nicht mal der Mühe Wert findet nachzudenken, bevor er bloggt.

    Aber froh bin ich auch, weil es verdammt wichtig ist, dass sich die schätzo 1 Million Ungläubigen in diesem Land finden, artikulieren und sichtbar werden.

    Es wird einem ja ständig mit dem Orsch ins Gesicht gefahren in diesem Land, wenn man nicht “normal” ist und den Zirkus mitmacht oder es zumindest vorgibt.

  • 10. Handl  |  19.07.09 at 8:45 am

    Ich habe eine typische negative Reaktion auf diese Kampagne zum Gegenstand meiner wöchentlichen Kolumne “Wort zum Sonntag” gemacht:
    http://www.kultur-online.net/?q=node/8890

    Mit besten Grüssen und Wünschen für Erfolg,
    Dr. Haimo L. Handl

  • 11. Ohne Gott gibt es keine M&hellip  |  19.07.09 at 12:28 pm

    [...] verwenden. Das ist selbstverständlich insofern falsch, als das englische Sujet eines der drei City-Light-Sujets ist. In diesem Zusammenhang ist auch klar, wieso der Artikel in der Print-Version mit einem Foto [...]

  • 12. Kathy  |  19.07.09 at 8:58 pm

    Nun, ich halte von dieser Aktion gar nichts. Damit werden einige Atheisten in eine Schublade gezwängt, in der sie nicht sein wollen.

    Vollkommene Differenzierung von meiner Seite.
    Gruß

  • 13. alm  |  19.07.09 at 9:02 pm

    @Kathy

    Kein Problem. Wir beanspruchen nicht für uns eine Vertretung aller AtheistInnen zu sein. Wir sind ja keine Kirche.

    Schon gut, wenn du dich “differenzierst”.
    Vielleicht auch für uns.

  • 14. Amazone  |  20.07.09 at 12:50 pm

    Eigentlich ist es unfassbar, dass die “Abendland in Christenhand”-Plakate dem Werberat wohl weniger “Bauchweh” verursacht haben als die Atheisten-Sujets. Zumindest hat man nichts davon gehört, dass überhaupt darüber diskutiert wurde. Wobei ich trotzdem der Meinung bin, dass – im Sinne der freien Meinungsäußerung – auch solche Plakate toleriert werden müssen. Letztlich werfen sie ein entsprehendes Licht auf die, die für den Inhalt verantwortlich sind.

  • 15. freaky  |  20.07.09 at 10:38 pm

    Ich finde, dass diese Kampagne zu profundem Nachdenken anregen soll. Ob dieses Nachdenken nicht noch intensiviert würde, wenn es sich (auf den ersten Blick) nicht nur an den “christlichen” Gott wenden würde, sondern an “alle” Monotheisten (und deren Anhänger)… wäre es daher nicht noch sinnvoller, das Wort Gott durch Jahwe und Allah zu erweitern? Für zusätzliche konstruktive Kontroversen wäre sicher gesorgt…

  • 16. Amazone  |  21.07.09 at 12:06 pm

    @freaky
    Man kann schon aus Platzgründen nicht alle behaupteten Götter aufzählen, and die man nicht glaubt. Darunter fallen nämlich nicht nur die monotheistischen Gottheiten, sondern auch die zahlreichen Götter des Hinduismus, weltweit sind das zig-tausende.
    http://www.goetter-der-welt.de/Lexikon/lexikon.htm
    Ich glaube, es ist klar, dass unter dem Begriff “Gott” alle Gottheiten, auch Allah, Jahwe etc. zu verstehen sind.

  • 17. Fritz  |  21.07.09 at 5:51 pm

    Ich pers. fühle mich von solchen Aktionen nicht besonders beeindruckt, den, ich glaube, was ich glaube, und versuche meinen Glauben zu leben.
    Und so es Gott gibt, wird dieser dadurch auch nicht weniger Gott, oder stirbt deswegen…

    Verwundert bin ich nur, das man scheinbar mit grossem Jubel von Rot u. Grün die Gefühle mancher Christen verletzen darf, ohne das irgendwelche Konsequenzen gezogen werden.

    Wenn das nun natürlich eine andere Glaubensgruppe, die sehr stark in Österrreich zunimmt, betrifft, vor allem, wenn die Aussagen aus einem anderen Lager kommen, dann schert man sich plötzlich wieder um die relig. Gefühle.

    Das nennt man in Österreich wohl Gleichbehandlung. Mit dem Christlichen Glauben darf man wohl alles veranstalten, nur mit anderen Richtungen halt nicht….

  • 18. Fritz  |  21.07.09 at 6:01 pm

    Eine schönere Welt wäre es schon, wenn ALLE das beherzigen würden, was man hier bewirbt, GUTES TUN.

    Wobei “GUTES TUN ist menschlich” sich gar nicht so sehr mit dem Christlichen Glauben widerspricht.
    Bis auf einen kleinen aber feinen Unterschied, das der Christ weiss, das er aus sich selbst nicht gut sein kann, sondern das nur Gott allein gut ist.

    Also liebe Atheisten, Freidenkende, auf was wartet jeder einzelne? Ihr wollt genauso wie Christen eine friedliche Welt, aber wenn böses geschieht, schiebt man den Ball wieder dem christlichen Gott zu (der ja gar nicht existiert, nach Meinung der Atheisten) warum er es zulässt, und letztendlich macht man die Christen wieder für alles verantwortlich, ohne das man unterscheidet.

    Sind nun Atheisten die besseren Menschen? Zumindest kann man das wohl denken, wenn man die meisten Kommentare liest.

    Es gibt aber überall solche und solche, wo natürlich ein schlechter Christ für mich schlimmer ist, als ein guter Atheist…

  • 19. Amazone  |  21.07.09 at 10:36 pm

    @Fritz:
    Verwundert bin ich nur, das man scheinbar mit grossem Jubel von Rot u. Grün die Gefühle mancher Christen verletzen darf, ohne das irgendwelche Konsequenzen gezogen werden.
    Niemand verletzt irgendwelche Gefühle, wenn er nicht an Götter glaubt. Und dass man das öffentlich sagen kann, sollte in einer Demokratie selbstverständlich sein. Welche Konsequenzen sollte das also haben? Steinigung, Scheiterhaufen oder nur Geldstrafen? Durch Wahlwerbungen von Parteien, die einem zuwider sind, werden auch keine Gefühle verletzt. Wenn man so etwas nicht ertragen kann, sollte man einen Arzt aufsuchen. Und mit Gott ist natürlich auch Allah gemeint. Bist du erst zufrieden, wenn sich ein Selbstmordattentäter samt Litfass-Säule in die Luft sprengt? ;-)
    Das ist im übrigen kein “Wer ist besser: Christen oder Atheisten?”-Contest. Wenn ihr glaubt, dass ihr ohne Gott keine guten Menschen sein könnt, sei euch das unbenommen. Ihr projiziert alles Schlechte auf euch selbst und alles Gute auf “Gott”. Der Glaube schafft euch ein Problem, das ihr ohne ihn gar nicht hättet (eure “Sünden”) und bietet die Lösung auch gleich an. So hat man euch lebenslang im Griff.
    Ich habe jedenfalls noch nie “Gott” gebraucht, um etwas Gutes zu tun.

  • 20. Fritz  |  21.07.09 at 11:19 pm

    @ Amazone,

    ja, da hast du schon recht, der Glauben schafft gewisse Probleme, wie z.b. Sünden.

    die einfache Lösung wäre nun, den Glauben zu verwerfen, weil man sich dann nicht mit seinen Sünden auseinandersetzen muss – wobei natürlich viele sog. Sünden nur von der Kirche zwecks Bussgeld erfunden wurden…

    Der Atheist kennt zwar keine Sünden, jedoch wirst mir hoffentlich sicher rechtgeben, das er überlegt, was gut u. was weniger gut ist, und dazu braucht man sicher in erster Linie keinen Gott dafür.

    Der Leitsatz für jeden Menschen sei eben : Was du nicht willst, das man dir tut, das füge keinen Anderern zu.

  • 21. alm  |  21.07.09 at 11:21 pm

    @Fritz mit Verlaub, du klingst ja eh ganz vernünftig. Mit deinem letzten Statement gehen wir ja alle konform.

  • 22. Fritz  |  22.07.09 at 1:17 am

    @alm

    Naja, bin halt ein Athechrist *gg*

  • 23. alm  |  22.07.09 at 8:08 am

    Na dass aus dem Athechristen nicht versehentlich ein Antichrist wird einmal…

  • 24. Michael Tfirst  |  22.07.09 at 3:14 pm

    Blutrünstigkeit, ich finde z. B. folgendes als reine Blasphemie:

    In den mehrmalig stattfindenden Chorgebeten der Klosterbrüder im christl. Abendland beten (singen) sie täglich (Auszüge):

    Gott wird zerschmettern das Haupt seiner Feinde….Gepriesen sei der Herr, der meine Hände unterweist zum Kampf….meine Finger zum Krieg….meinen Feinden jagte ich nach und erreichte sie, und ich kehrte nicht um, bis ich sie aufgerieben hatte…vor ihm zittern die Völker, alle Gesichter erglühen…wer wird für mich aufstehen gegen die Übeltäter…….ich will sie zerschmettern; sie sollen mir nicht widerstehen und müssen unter meine Füße fallen…der Gott, der mir Rache gibt und zwingt die Völker unter mich …damit du sie zerschmetterst, damit dein Fuß im Blut watet, damit die Zunge deiner Hunde ihr Teil bekommt von den Feinden!

    Unendlich wäre die Liste fortzusetzen!

    MfG

    http://www.sexualabusebychurchmen.blogspot.com/

    http://www.michaeltfirst.blogspot.com/

    Michael Tfirst

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