Die Kampagne findet natürlich statt

13.06.09 | alm |
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Nach der Absage der Wiener Linien bekamen wir einige Mails mit dem Ausdruck des Bedauerns, dass die Kampagne jetzt doch nicht stattfindet. Dem ist natürlich nicht so! Es soll zwar eine Kampagne sein, die ihrem Namen entsprechend auf Bussen durch die Städt rollt, aber Wien ist nicht die einzige Stadt und wir sind auch nicht auf Buswerbung beschränkt.

Die Kampagne läuft bereits seit Jänner 2009 in Österreich. In den letzten Monaten gab es Inserate mit dem englischen Originalslogan in The Gap, Vice und Biorama.

vice_atheistbus_90127

Als nächstes sind City Lights in Wien geplant.

Siehe auch Berichterstattung auf:

PS: Im Übrigen sei es den Wiener Linien unbenommen, unsere Kampagne abzulehen. Als privates Unternehmen können die Wiener Linien machen, was sie wollen. Unsere Kritik richtet sich an das Zurückziehen der bereits gegebenen Zusage, das Vorschieben der Gewista als Schuldigen und v. a. das Anführen einer Begründung, die keine (Atheismus ist keine Religion) ist. Nach dieser Regelung fielen vermutlich einige Kampagnen unter das selbstauferlegte Verbot von Werbung mit religiösem Hintergrund.

6 Kommentare Einen eigenen verfassen

  • 1. Mathias  |  13.06.09 at 3:29 pm

    Privates Unternehmen? Die Wiener Linien sind alles andere als privat, sondern das staatliche Nahverkehrsmonopol der Hauptstadt. Das heißt natürlich nicht, dass sie – rein rechtlich – jede Werbung akzeptieren müssen, aber in ihrer Position als öffentliches Unternehmen sollten sie davor nicht zurückschrecken. Immerhin gibt es ja keinen Konkurrenten, auf den man ausweichen könnte (denn ich bin davon überzeugt, dass bei einer Liberalisierung der Sparte zumindest ein Unternehmen alleine aus Geldgründen anstandslos die Sujets rollen ließe).

  • 2. alm  |  14.06.09 at 9:28 am

    Die Wiener Linien sind eine GmbH bzw. GmbH & Co. KG und damit privat. Dass sie im kommunalen Eigentum stehen, ist natürlich auch richtig. Deswegen dürfen in diesem Fall auch die Beweggründe der Ablehnung vehement hinterfragt werden – was wir auch tun.

    Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass wir kein iuristisches Problem mit der Ablehnung haben.

  • 3. Christoph Baumgarten  |  15.06.09 at 10:01 am

    Gut so, Niko.
    Nur kleiner Hinweis: Auch http://www.politwatch.at hat über die Kampagne berichtet ;-)

  • 4. Bernhard Reiter  |  16.06.09 at 2:31 am

    Noch ein guter Punkt in den Standard-Kommentaren: Werbung für die lange Nacht der Kirchen auf den Straßenbahnen!
    Was sagen die Gewista+Wr. Linien dazu?

    ( via http://derstandard.at/?url=/plink/1244460460219/13218591 )

  • 5. alm  |  16.06.09 at 8:30 am

    Für die Werbung der Langen Nacht der Kirchen haben wir leider keine Beweise. Das ist eine Vermutung. Über ein Beweisfoto wäre ich dankbar.

    Ebenso Caritas, Aktion Leben, … und was es sonst noch so an Kirchenvereinen gibt.

  • 6. Mathias  |  16.06.09 at 12:19 pm

    Gehören die U-Bahnstation und Bahnhöfe eigentlich auch zu den Wiener Linien? Dort finden sich nämlich nicht nur Werbungen der Aktion Leben und eine Menge Wahlwerbung (Pics kommen gleich), sondern gab es auch dieses “Jesus ist geboren blabla”-Sujet sowie solche für “Supreme Master TV”, einen esoterischen Fernsehsender mit Sekten-Hintergrund (die sollte es noch geben, davon hab ich aber noch kein Bild):

    http://www.theflowersaregone.at/files/werbung1.jpg
    http://www.theflowersaregone.at/files/werbung2.jpg

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