Wenn ihr schon so “menschlich” seid, dann kümmert euch doch auch konkret um die Menschen, an Gelegenheiten fehlt es ja nicht. Warum fangt ihr nicht einfach z.B. bei den Drogenjunkies am Karlsplatz oder den sog. “Sandlern” in der Wr. Gruft an?
Ja, was denn jetzt: Gibt es einen Gott oder nicht? “Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit” bedeutet lediglich, dass ihr euch auch nicht ganz sicher seid, oder? Also: Springt über euren Schatten und streicht das Kleingedruckte!
die englische variante “there is probably no god” ist noch knieweicher. die deutsche hat wenigstens ein bissl einen witz.
5.
LwBerg | 5.06.09 at 2:04 pm
sehr gute aktion.
habe damals bei dawkin’s ted talk, als er die aktion für london ankündigte, gehofft dass es irgendwann mal österreich überschwappen würde.
hoffe es langen viele spenden ein und kann noch lange am leben erhalten werden!
viel erfolg.
6.
Anonymer Feigling | 5.06.09 at 2:47 pm
“Spenden können in Kürze ganz normal überwiesen werden
* Kontodaten folgen *
… und den Betreff “Buskampagne” bitte nicht vergessen!”
@LwBerg: Dann sollten die Betreiber die Bankverbindung online stellen, so lange das Thema noch frisch in den Medien ist.
Großartig und weiter so! Find den deutschen Text sogar eindeutig besser als das englische Original. Sowohl die Definition, als auch die Schlussfolgerung
Big thumbs up!
@ rainer: nix kapiert…
11.
Harald Schön | 5.06.09 at 8:39 pm
“es gibt mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit keinen gott” – wer soetwas behauptet ist mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit ein selbstgefälliger ignorant. woher nehmt ihr euch das recht zu behaupten, dass eure sicht der welt die einzig richtige ist. atheismus ist ein glaube wie jeder andere auch. wenn ihr soviel wert auf menschliche werte legt, wie wäre es dann mit etwas toleranz anderen glaubensrichtungen gegenüber.
12.
Tibor | 5.06.09 at 9:56 pm
“es gibt mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit EINEN gott” – wer soetwas behauptet ist mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit ein selbstgefälliger ignorant. woher nehmt ihr euch das recht zu behaupten, dass eure sicht der welt die einzig richtige ist. Das Christentum ist ein glaube wie jeder andere auch. wenn ihr soviel wert auf menschliche werte legt, wie wäre es dann mit etwas toleranz anderen glaubensrichtungen gegenüber.
…..man kanns auch umdrehen
13.
bernhard | 5.06.09 at 10:06 pm
weiter so! wieder mal ein beweis, dass ihr in österreich einfach schon weiter seit, wie wir “säkularisierten” deutschen.
ich wünsche euch viel erfolg und lasst euch von den ganzen nörglern, neidern und sonstigem gschwirl nicht abbringen!
@HerrAbiz: “Gehe über das Grüne hinaus zum Roten und dann zum Blauen ” sagt schon viel aus ….
14.
markus | 5.06.09 at 10:08 pm
@harald schön: atheismus als eine religion zu bezeichnen ist so, als würde man “glatzköpfig” als haarfarbe bezeichnen. (das zitat stammt glaub ich von don hirschberg.)
15.
Helmut | 5.06.09 at 10:46 pm
Der Slogan ist schon in Ordnung so.
Wissenschaftlich gesehen, kann man ja nicht beweisen, dass es keinen Gott gibt. Man kann eigentlich von gar nichts die Nichtexistenz beweisen. Deshalb besteht ja auch die Beweispflicht für die Existenz von etwas, von dem man behauptet, dass es existiert.
Es deutet aber sehr viel darauf hin, dass es keinen Gott gibt. 100%ig wissen kann man es nicht. Das unterscheidet die Atheisten und Wissenschaftler von den Dogmatikern.
Ein Dogmatiker lässt sich durch nichts von seinem Dogma abbringen.
16.
Harald Schön | 5.06.09 at 11:19 pm
ich bin weder christ, noch angehöriger sonst einer der großen weltreligionen. zugegeben, atheismus als glaube zu bezeichnen ist etwas gewagt, trotzdem ist es eine tatsache, dass es noch niemandem gelungen ist die existenz gottes zu beweisen oder zu widerlegen. auch wenn manche das anders sehen…
Vom Standpunkt der akademischen Philosophie (also der echten, nicht der an katholischen Fakultäten) die sich auf die empirischen Naturwissenschaften stützt (so, das waren jetzt einige Einschränkung) ist das einzige noch haltbare Argument für die Existenz eines Gottes jenes, dass sich die Existenz nicht widerlegen lässt. Die Existenz der Götter der heiligen Schriften lässt btw. aber sehr leicht widerlegen, sofern man nicht glaubt dass Naturgesetzte, Logik etc. für diese Frage irrelevant sind. Aber dann ist eh jede sinnvolle Diskussion unmöglich…
@Thomas: Ich kanns leider nicht lassen. Aber alle “akademische Philosophie (also der echten, nicht der an katholischen Fakultäten)”, wie du es nennst, darauf zu reduzieren, dass sie sich auf empirische Naturwissenschaften stützen muss, wird wirklich in keiner Weise dem gerecht, was heute Philosophie in ihrer Breite ist. Vielleicht solltest du mal Wissenschaftstheorie belegen, dich mit Philosophie beschäftigen, die die Psychoanalyse einbezieht oder einfach auch nur Diskurse im 20. und 21. Jahrhundert rezipieren. So klar und eng wie du das darstellst ist das ganz sicher nicht. Da muss ich noch gar keine theologische Debatte anfangen.
19.
Luecke | 6.06.09 at 1:09 am
Das Problem ist, dass sich eine Nicht-Existenz eben generell nicht beweisen lässt. Darum gibt es ja das Spaghetti-Mostner um die Vorstellung eines Gottes ad absurdum zu führen!
achja… Ramen!
20.
Harald Schön | 6.06.09 at 1:36 am
vom philosophischen standpunkt aus gesehen, lässt sich so gut wie überhaupt nichts beweisen, außer dass wir wahrnehmen. wahrheit ist eine halluzination, auf die sich die mehrheit verständigt hat…
Und der Sinn/das Ziel dieser Kampagne wäre konkret welcher/welches?
Ist nur eine rethorische Frage, ihr müsst also nicht weiter drüber nachdenken
22.
Luecke | 6.06.09 at 2:38 am
@Harald Schön
Das kommt auf den philosophischen Standpunkt an.
Die Begrifflichkeit von Wahrheit ist philosophisch und erkenntnistheoretisch wesentlich komplexer gefasst.
23.
Thomas Heiling | 6.06.09 at 10:33 am
Auch mit hätte eine 100% Aussage besser gefallen… aber was soll´s – viel, viel besser als nichts gegen diese Organisationen zu unternehmen!
Für mich stellt sich die Frage eines Gottes nicht mehr. Ich hab´ die gottlose Welt im Klosterinternat kennen gelernt. Als einziger evangelischer in einem katholischen Internat – vielleicht war das mein Glück.
Trotzdem hatte ich mindestes bis 30 das Gefühl dass mir da jemand über die Schulter sieht.
Heute weis ich das es keinen Gott gibt.
Und das ist keine Respektlosigkeit gegenüber Gläubigen – sonst wären die Kirchen ja maßlos respektlos ggü. Ungläubigen…
Und das Denken “ES” wäre genausogut möglich wie unmöglich ist unterenwickelt – sorry – aber stimmt die Behauptung im Zentrum der Sonne dreht sich eine 100 km Durchmesser grosse Milchkugel, in der Wesen aus Honig ewiges Leben feiern – zu 50 % – weil sich das Gegenteil nicht 100% beweisen lässt??
Trotzdem glauben immer noch so viele Menschen nach dem Weltbild von Stammeskulturen leben zu müssen welche vor mind. 4000-5000 Jahren existierten, und sie sind sogar stolz darauf das immer noch nach Punkt und Beistrich zu tun (die Juden)
Andere liefen in der jüdischen Endzeitstimmung von vor 2000 Jahren zu einem der damals herumlaufenden Messiase über und begründeten die jüdische Sekte des Christentums. Und vor rund 1300 Jahren gelang es einem Ismaeliten seiner Umgebung glaubhaft zu machen der jüdich/christlich/und mittlerweile eben moslemische Erzengel Gabriel sei ihm erschienen zu um ihm ein Update der Glaubenregeln zu übermitteln.(diktiert – nicht aufgeschrieben – der da oben dürft auch noch ein kleiner Sadist sein)
Mein GOTT…..
Die einzige Entschuldigung die ich für jene Menschen finden kann: Irren ist menschlich – mir gings genauso!
@Andrea
Ich habe Einschränkungen für meinen Standpunkt angeführt, dass es andere philosophische Strömungen als die analytische Philosophie gibt, hab ich nie bestritten.
25.
Stefan Maurer | 7.06.09 at 5:19 pm
Die eigentliche Kontroverse zwischen Atheisten und Gläubigen ist in der Frage zu sehen: “Was ist das Absolute?” Dem Atheisten zufolge ist das tiefste Absolute ein Teil der Welt (zB. Materie, Energie), wohingegen nach Ansicht des Theisten (und des Deisten) das tiefste Absolute (also Gott) außerhalb der Welt liegt… Beide Standpunkte sind G l a u b e n s s a c h e!!!
Soll man der atheistischen oder der gläubigen Position den Vorzug geben? Man kann rationale Gründe anführen, die für die gläubige Ansicht sprechen. Ich denke, dass das tiefste Absolute so unbegreiflich und so rätselhaft ist, dass es sozusagen unendlich weit von unserem Erfahrungsbereich und unendlich weit von unserer Erkenntnisfähigkeit entfernt sein müsste. Deshalb halte ich es für falsch, einen Baustein der Welt (zB. Materie) oder eine andere Wirklichkeit, die wir erforschen und beobachten können, als das tiefste Absolute zu betrachten. Folglich muss das tiefste Absolute eine Wirklichkeit außerhalb der Welt sein.
Ein weiteres Argument gegen den Atheismus …: Nach meinem Dafürhalten kann es das totale Nichts, aus dem die Welt nach atheistischer Auffassung hervorgegangen sein soll, nicht gegeben haben. Das totale Nichts, dh. das “vollkommene Fehlen von allem, das jedoch die Möglichkeit beinhaltet, ein Universum zu gebären”, ist noch unbegreiflicher als Gott…
26.
agnostic900rr | 8.06.09 at 8:56 am
“Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott” ist eine agnostische Aussage, da sie weder die Existenz, noch das nicht existieren eines Gottes als gegeben annimmt. Sie steht somit in der Mitte. Der einzig richtige atheistische Spruch müsste also “Es gibt keinen Gott” lauten.
27.
Amazone | 8.06.09 at 12:36 pm
@Stefan Mauerer: Beide Standpunkte sind G l a u b e n s s a c h e!!!
Du glaubst an den Osterhasen und ich glaube nicht an den Osterhasen. Sind wir deshalb beide gläubig? Ist die Existenz des Osterhasen gleich wahrscheinlich wie seine Nicht-Existenz? Nach meinem Dafürhalten kann es das totale Nichts, aus dem die Welt nach atheistischer Auffassung hervorgegangen sein soll, nicht gegeben haben.
Erstens behauptet keiner, dass die Welt aus dem totalen Nichts entstanden ist. Die Energie war da, aber dichter verpackt. Und zweitens würde deine (falsche) Annahme auch voraussetzen, dass Gott nicht aus dem “totalen Nichts” entstanden ist. Wer/was hat “Gott” erschaffen?
Im Übrigen wird kein ernstzunehmender Atheist behaupten, alles logisch und beweisbar erklären zu können. Vielleicht wird es der Menschheit niemals gelingen, alles zu erklären, was in diesem Universum so passiert. Allerdings ertrage ich lieber das Unwissen, als mir ein Überwesen zurechtzuschneidern, dessen Aufgabe lediglich darin besteht, dieses Unwissen zu überdecken, dabei aber keinen Deut zum Verständnis beiträgt. Denn eine Erklärung über das Unerklärliche (Gott) erklärt rein gar nichts, weswegen Gott auch in keiner wissenschaftlichen Theorie etwas verloren hat.
Falls dich das Thema interessiert, im Forum der deutschen Buskampagne wurde das eingehend diskutiert. http://www.buskampagne.de/?p=435&cpage=73#comment-4682
28.
Amazone | 8.06.09 at 12:39 pm
@Stefan Maurer: Sorry html versaut!
Daher zur Klarstellung: Dein Zitat umfasst nur “Nach meinem Dafürhalten … – … gegeben haben.”
29.
Stefan Maurer | 8.06.09 at 4:34 pm
@Amazone:
Deinen Vergleich mit dem Osterhasen finde ich- ohne dir zu nahe treten zu wollen – doch ziemlich oberflächlich und damit völlig irrelevant. Was soll denn ich am Osterhasen glauben – einem bloßen Symbol für Ostern?
Deiner Meinung nach kann es das totale Nichts nicht gegeben haben – die Energie – nur dichter verpackt- war da: Also gehst du von einer Gegebenheit aus, ohne diese weiter zu hinterfragen. Gemäß dem Ursacheprinzip ist doch zu fragen: Woher bitte war die Energie?
Der Glaube, dass Gott ewig ist, bedeutet keineswegs eine “falsche” Annahme – denn “falsch” als Gegenteil von “wahr” ist bereits eine definitive Behauptung!Die “Ewigkeit Gottes”überschreitet freilich unendlich unsere Möglichkeit, es zu begreifen. Gott ist für uns Gläubige keineswegs eine “Überwesen”, das wir uns zurechtgeschneidert haben! Unser Gott hat sich selbst offenbart und beruht nicht auf menschlicher Erfindung wie etwa in vielen anderen Religionen. Übrigens: Ein Gott, von dem wir wissenschaftlich zwingend wüßten, wäre nur ein immanenter Teil unser Wissenschaft – also all seiner göttlichen Eigenschaften, die er uns offenbart hat, beraubt. Ein “gewußter” Gott wäre geistig auf der gleichen Ebene wie mein Geist !! Siehe Goethes Feststellung in Faust I: “Du gleichst dem Geist, den du begreifst.”Kurz: Zu Gott führt niemals der wissenschaftliche Weg (ansonsten obige Konsequenzen), sonder nur der Glaube – und dieser ist jenseits aller Wissenschaft und Logik! Wir können also von Gott a priori nicht
“w i s s e n “!! Der große Schriftsteller Faranz Werfel bringt es auf den Punkt: “Wer glaubt, braucht keinen Beweis – Wer nicht glaubt, für den gibt es keinen Beweis.”
Glaubst du wirklich, unser ca. 1300 Gramm schweres Gehirn(nichts als Materie!) kann solche Fragen endgültig entscheiden wie: Gibt es Gott? Gibt es ein Weiterleben nach dem Tod usw.??
Ich gebe es zu: Auch meine Vernunft wehrt sich oft gegen die Vorstellung, dass es einen ewigen, allmächtigen Gott geben soll. Aber dann frage ich mich sofort: kann das denn unsere Vernunft endgültig entscheiden? Da halte ich es lieber mit dem Universalgenie Plaise Psacal, der sich in seinen “Pensees” mit dieser Problematik sehr ausführlich beschäftigt hat. Ich wünsche dir von Herzen, dass du zum Glauben kämest.
30.
markus | 8.06.09 at 4:40 pm
stefan maurer: darf ich fragen, was du beruflich machst?
31.
Amazone | 8.06.09 at 6:05 pm
@Stefan Maurer: Ich wünsche dir von Herzen, dass du zum Glauben kämest.
Ich wurde katholisch erzogen (kenne auch die Bibel ziemlich gut) und habe an Gott gelaubt, bis ich draufgekommen bin, dass diese Hypothese nichts in der Welt erklärt. Um das Phänomen “Gott” zu erklären, braucht man weitere komplizierte Hypothesen.
Die “Ewigkeit Gottes”überschreitet freilich unendlich unsere Möglichkeit, es zu begreifen. Gott ist für uns Gläubige keineswegs eine “Überwesen”, das wir uns zurechtgeschneidert haben! Ihr schneidert euch pausenlos alles zurecht, und je mehr die Wissenschaft fortschreitet, desto mehr muss der Glaube adaptiert werden, um die offensichtlichsten Widersprüche zu verdauen. (Alter des Universums, Evloution…)
Wenn man die zig-Tausenden möglichen Götter betrachtet, ist die Wahrscheinlichkeit, den richtigen anzubeten, ziemlich gering. Nicht alle Religionen können richtig sein, aber alle falsch.
Woher weißt du, dass du den richtigen anbetest?
Wenn jemand nicht an Gott glauben will, soll er das privat machen, forderst du.
Dasselbe fordere ich für den, der glauben will. Daher will ich mit meinen Steuern keinen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen und keine theologischen Fakultäten unterstützen. Die Kirchen müssen sich aus ihren eigenen Mitteln erhalten. Statt religionsnaher Betriebe sollen genug sekuläre Träger im Sozialwesen mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden.
Wenn das alles mal erledigt ist, braucht man die Aktionen wie diese nicht mehr. Bis dahin aber ist es der falsche Weg, auf “verletzte religiöse Gefühle” Rücksicht zu nehmen, denn diese zementieren die weltanschauliche Borniertheit, die sich hinter ihnen versteckt. Die Minimalanforderungen kritischer Vernunft sind jedem zumutbar.
32.
Stefan Maurer | 8.06.09 at 6:34 pm
@Amazone:
Leider weiß ich von dir persönlich so gut wie nichts, um vielleicht verstehen zu können, warum du so negativ auf Gott und Glauben (weltanschauliche Borniertheit) reagierst.Aufgabe der Religion (röm.kath.) ist es übrigens nicht, verbindliche Aussagen über unsere Erde und den Kosmos zu tätigen. Die Bibel enthält keine verbindlichen naturwissenschaftlichen Aussagen (Genesis usw.), sondern nur Heilsaussagen, die sich keineswegs dem jeweiligen Zeitgeist in der Geschichte der Menschheit anpassen müssen. Wissenschaft und Glaube schließen einander nicht aus, und viele große Naturwissenschaftler der jüngsten Vergangenheit waren gläubig! Sie waren sich der Grenzen der Wissenschaften wohl bewusst. Schade, dass du dich zu dieser negativen Einstellung gegenüber dem Glauben entwickelt hast.
33.
Amazone | 8.06.09 at 7:03 pm
viele große Naturwissenschaftler der jüngsten Vergangenheit waren gläubig
Welche denn?
34.
Amazone | 8.06.09 at 7:26 pm
@Stefan Maurer: Die Bibel enthält … nur Heilsaussagen, die sich keineswegs dem jeweiligen Zeitgeist in der Geschichte der Menschheit anpassen müssen
Wenn du dich halbwegs redlich mit den Texten der Bibel auseinandersetzt, wirst du draufkommen, dass große Teile davon aus ungeheuerlichen von Gott begangenen von ihm angeordneten Verbrechen (Sklaverei, Vergewaltigung, Steinigungen ungezogener Söhne und Ehebrecherinnen,…) bestehen. Und auch das neue Testament ist voller pyromanischer Rachefantasien (Heilslehren sehen anders aus). Ungläubige werden durch Jesus selektiert und und ewige Feuer zu ewigen Qualen geworfen…
Zum Glück schreckt so etwas kaum noch jemanden.
35.
Amadeo | 9.06.09 at 5:10 pm
@Thomas Heiling(6.6.09, Nr. 23):
“Heute weis ich das es keinen Gott gibt.”
Das “Wissen” eines frustrierten Exinternatlers – bist du dir dessen sooo sicher? Gab es im Internat nur negative Erlebnisse? Psychologisch durchaus verständlich, zumal ich selber Jahre in einem Internat verbracht habe. Aber deswegen gleich das Kind mit dem Bad ausschütten – sprich: Gott die Existenz
abzusprechen, weil es in seiner Bodenmannschaft schwarze Schafe gibt? Oder welche andere Gründe haben dazu geführt, dass du dich von Gott abgewandt hast und damit von allen seinen Verheißungen für die an ihn Glaubenden nach ihrem Tod? Kannst du darauf so locker verzichten? Antworte bitte auf meinen Kommentar – dein Fall interessiert mich wirklich sehr. Danke.
36.
Amadeo | 9.06.09 at 5:21 pm
@Harals Schön:
“vom philosophischen standpunkt aus gesehen, lässt sich so gut wie überhaupt nichts beweisen, außer dass wir wahrnehmen. wahrheit ist eine halluzination, auf die sich die mehrheit verständigt hat…” – Ist dir wohl nicht dein Selbstwiderspruch aufgefallen: “vom philosophischen…”Ist dann diese deine Feststellung nicht auch Halluzination – also keine Wahrheit. Du leugnest die Möglichkeit der Wahrheit und forderst sie im gleichen Atemzug für diese deine Aussage!!!Konsequenterweise müßtest du schweigen!
37.
Stefan Maurer | 9.06.09 at 5:49 pm
@markus:
Deine Anfrage beantwortend: von Beruf bin ich Professor – im Laufe vieler Jahre habe ich mich durch eifrige Lektüre einschlägiger Bücher, durch Besuch von Vorträgen et cetera zum Glauben durchgerungen. Leider musste und muss ich immer wieder feststellen, dass viele, die Statements über Gott, Glauben….abgeben, in ihrer religiösen Bildung auf einem ziemlich niedrigen Niveau stecken geblieben sind. Kein Wunder, wo man heutzutage den Religionsunterricht an den Schulen abschafft und durch den Ethikunterricht ersetzt, wo von Gott keine Rede mehr ist. Dabei ist religiöse Bildung für den Menschen ungleich wichtiger als etwa Chemie, Biologie und andere Gegenstände, die leider einen höheren Stellenwert in den Schulen haben. Sein ganzes Leben lang muss sich der Mensch mit Gott beschäftigen, da “lernt man niemals aus”!! Aber statt dessen werden die Schüler mit falschen Theorien traktiert wie etwa der Evolutionstheorie, die aus wissenschaftlicher Sicht nur eine Art “höherer Blödsinn” ist! Absolut durch nichts bewiesen, voller offener Fragen, voller Annahmen, die nicht weiter hinterfragt werden und mit allen seinen Zufällen, Mutationen, Selektion…letztendlich zu keinem Endziel führend. Für rein materialistisch eingestellte Menschen, die in ihrem Denken an der Oberfläche kleben, mag sie ja recht plausibel klingen, jedoch nicht für kritische Menschen, die die Wahrheit suchen.Ich nehme nicht an, dass du zu diesen oberflächlichen Menschen zählst, die nicht bereit oder fähig sind, etwas tiefer zu blicken.Gruß! Und was bist du von Beruf?
38.
kolibri | 9.06.09 at 6:17 pm
Professor… aha… und in was?
Die Evolutionstheorie als eine Art “höheren Blödsinn” abzustempeln ist gewagt – zumal es so scheint, als hättest du dich nicht ausführlich mit der Materie beschäftigt.
Absolut durch nichts bewiesen?
- Fossilfunde, die sich chronologisch einordnen lassen, genetische Ähnlichkeiten verschiedener Arten, usw. sind doch wohl Indizien.
Die Existenz von Mutationen wirst du doch wohl nicht ernsthaft abstreiten wollen. Und die Selektion ist eine logische Folge davon. Beide Faktoren sind bewiesen und lassen sich sogar in unserer Zeit noch verfolgen.
Es tut mir leid, dass ich solche Schlüsse ziehen muss, aber nach deinem letzten Beitrag hier denke ich, dass du dich noch nie wirklich mit dieser Theorie auseinandergesetzt hast.
39.
alm | 9.06.09 at 6:58 pm
@kolibri
Hast du nicht aufgepasst im Religionsunterricht, als Noah die Brontosauri und Trilobiten in seine Arche verfrachtet hat. Die Datierung der Fossilien ist einfach falsch!
40.
markus | 9.06.09 at 8:17 pm
@stefan / thomas / wasauchimmer: Absolut durch nichts bewiesen, voller offener Fragen, voller Annahmen, die nicht weiter hinterfragt werden und mit allen seinen Zufällen, Mutationen, Selektion…letztendlich zu keinem Endziel führend.
das ist ja ein zufall. ich bin in der endphase des biologiestudiums, und wenn du dich jemals ein klein wenig mit naturwissenschaften und der evolutionstheorie im speziellen auseinander gesetzt hättest, würdest du vermutlich etwas anders denken.
es gibt in der biologie vermutlich keine theorie, die so umfassend wissenschaftlich belegt und anerkannt ist wie die evolutionstheorie.
bereits nach dem 2. semester des biologiestudiums ist im grunde allen klar, dass es zu keinem zeitpunkt ein eingreifen eines gottes braucht, um zu dem zustand zu gelangen, den wir heute (oder irgendwann) auf der erde finden.
wenn ich dir ein buch empfehlen darf (aber ich brauche mir vermutlich die mühe gar nicht machen), dann wäre das “on the origin of species by means of natural selection” von charles darwin höchstpersönlich. sogar vor 150 jahren hat man evolution und natürliche selektion schon einleuchtend und mit vielen beispielen erklären können.
ich finde es aber immer interessant, wenn leute laut “nein, nein, nein” schreien und sich die ohren zuhalten, bevor sie eine idee überhaupt vollständig hören.
professor also? an einer universität?
41.
Michael | 9.06.09 at 9:33 pm
Gibt es ” Es gibt ….. keinen Gott” als Aufkleber, Button, etc.?
42.
Thomas Heiling | 11.06.09 at 8:33 pm
@35. Amadeo | 9.06.09 at 5:10 pm
Frust ??
Befreiung und Erleichterung sind die vorherrschenden Gefühle nach dem man die Endlichkeit seines Seins akzeptiert hat.
Selbstverantwortung steht plötzlich im Mittelpunkt.
Nicht weil Gottes Strafe droht, sondern die Konsequenzen meiner Aussagen und Handlungen mein Leben im nächsten Moment verändern können.
Und das ich in dieser Hinsicht in keiner Weise autark agieren kann – Alles von Allem abhängig ist – Jeder von Jedem, egal woran jemand glaubt – nur Nichts von einem der vielen “Götter”.
(Abgesehen von den Entscheidungen die Menschen auf der Grundlage ihrer Religion treffen.)
Das Kind mit dem Bad ausgeschüttet habe ich sicher nicht – ich brauchte 25 Jahre um so locker auf Versprechungen des ewigen Lebens verzichten zu können.
Aus Sicht der Psychologie vielleicht ein normaler Zeitraum wenn man die jahrelange Indoktrination solch monumentaler und absoluter Denkweisen in so früher Kindheit bedenkt
Und nein – abgesehen davon, dass man dort mit Tränen in den Augen Schranzhocke praktizieren musste – das Hauptgericht in der Suppe landete, sollte einem diese absolut gar nicht geschmeckt haben (musste aufgegessen werden) war die Bodenmannschaft dort recht annehmbar – Wirklich!
Nur Gott war absolut nicht vorhanden…
Danach folgten Jahre der Suche…
Das Erkennen das Gott und Allah eins sind
Und das es letztlich der jüdische Gott ist den Christen und Muslime anbeten.
Das Forschen nach der Geschichte und den Wurzeln dieses Gottes.
Und das Erkennen daß wir immer noch dem Glauben einiger Beduinenvölker anhängen.
Der Glaube an Gott war damit aber keineswegs gebrochen – die Sichtweise des Christentums – ja-aber ich war immer noch auf der Suche nach dem selben Gott!! (Nobody´s perfect)
Es folgten noch Jahre der Esoterik – immer noch in der Annahme es handelt sich um den selben Gott den ich da suche…
Aber das würde den Rahmen hier sprengen.
Letztlich darf jeder glauben was er will – er muss ja auch damit leben.
Das ist meine Meinung!
Nur leider sehen das Religionsgemeinschaften oft nicht so.
Erreicht der Machteinfluss solcher Organisationen einen zu hohen Level wird´s ganz schlimm für alle Andersdenkenden.
Das haben wir Christen in den letzten Jahrhunderten mehrmals bewiesen – zeigen heute die Islamisten in Staaten wie Iran oder Pakistan… und wenn man bedenkt daß es buddistische Extremisten gibt würde das schon wieder witzig werden – wenn es nicht so traurig wäre.
Es wäre schön wenn die Menschen dieses “Leben wir nach dem was wir glauben” in ein “Leben wir nach dem was wir wissen” verwandeln könnten.
Das werd ich aber nicht mehr erleben.
(Und das glaube ich nicht – das weis ich)
Mein Interesse gilt aber nicht mehr Gott
Der interessiert mich nicht mehr.
Wenn es in gibt soll er bleiben wo er ist und mich zum Teufel schicken – vielleicht kann ich den zum Guten bekehren
(kleiner Scherz am Rande)
Stellt sich die Frage warum ich hier überhaupt mitschreibe?
Aber dazu komme ich vielleicht später…
mfg Thomas
43.
Josef | 12.06.09 at 8:23 am
Atheisten sind nur Menschen die ihren Weg zu Gott noch nicht gefunden haben. Aber Gott liebt alle und verzeiht alles! Nette Kampagne, fördert die aktive Auseinandersetzung mit dem Glauben.
43 Kommentare Einen eigenen verfassen
1. I bin kana! | 5.06.09 at 9:09 am
… und sonst habt ihr keine Probleme?
Wenn ihr schon so “menschlich” seid, dann kümmert euch doch auch konkret um die Menschen, an Gelegenheiten fehlt es ja nicht. Warum fangt ihr nicht einfach z.B. bei den Drogenjunkies am Karlsplatz oder den sog. “Sandlern” in der Wr. Gruft an?
2. Rainer | 5.06.09 at 9:48 am
Ja, was denn jetzt: Gibt es einen Gott oder nicht? “Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit” bedeutet lediglich, dass ihr euch auch nicht ganz sicher seid, oder? Also: Springt über euren Schatten und streicht das Kleingedruckte!
3. HerrAbisZ | 5.06.09 at 10:30 am
Bitte Lesen
http://members.chello.at/herrabisz/GOTTISTDA.html
DANKE!
4. alm | 5.06.09 at 1:31 pm
@rainer sei nicht so humorlos…
die englische variante “there is probably no god” ist noch knieweicher. die deutsche hat wenigstens ein bissl einen witz.
5. LwBerg | 5.06.09 at 2:04 pm
sehr gute aktion.
habe damals bei dawkin’s ted talk, als er die aktion für london ankündigte, gehofft dass es irgendwann mal österreich überschwappen würde.
hoffe es langen viele spenden ein und kann noch lange am leben erhalten werden!
viel erfolg.
6. Anonymer Feigling | 5.06.09 at 2:47 pm
“Spenden können in Kürze ganz normal überwiesen werden
* Kontodaten folgen *
… und den Betreff “Buskampagne” bitte nicht vergessen!”
@LwBerg: Dann sollten die Betreiber die Bankverbindung online stellen, so lange das Thema noch frisch in den Medien ist.
7. René Monet | 5.06.09 at 3:50 pm
Wunderbar! Ich werde euch auf meinem blog verlinken!
8. alm | 5.06.09 at 4:43 pm
@Anonymer Feigling
Ist derzeit nur über PayPal möglich. Wir halten aber die Kontonummer nicht absichtlich zurück und warten noch auf die Bank…
9. markus | 5.06.09 at 4:44 pm
wer hätte gedacht, dass österreich da (fast) ganz vorne mitzieht? super initiative, und toll, dass das jemand auch nach österreich bringt!
10. Herwig | 5.06.09 at 5:09 pm
Großartig und weiter so! Find den deutschen Text sogar eindeutig besser als das englische Original. Sowohl die Definition, als auch die Schlussfolgerung
Big thumbs up!
@ rainer: nix kapiert…
11. Harald Schön | 5.06.09 at 8:39 pm
“es gibt mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit keinen gott” – wer soetwas behauptet ist mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit ein selbstgefälliger ignorant. woher nehmt ihr euch das recht zu behaupten, dass eure sicht der welt die einzig richtige ist. atheismus ist ein glaube wie jeder andere auch. wenn ihr soviel wert auf menschliche werte legt, wie wäre es dann mit etwas toleranz anderen glaubensrichtungen gegenüber.
12. Tibor | 5.06.09 at 9:56 pm
“es gibt mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit EINEN gott” – wer soetwas behauptet ist mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit ein selbstgefälliger ignorant. woher nehmt ihr euch das recht zu behaupten, dass eure sicht der welt die einzig richtige ist. Das Christentum ist ein glaube wie jeder andere auch. wenn ihr soviel wert auf menschliche werte legt, wie wäre es dann mit etwas toleranz anderen glaubensrichtungen gegenüber.
…..man kanns auch umdrehen
13. bernhard | 5.06.09 at 10:06 pm
weiter so! wieder mal ein beweis, dass ihr in österreich einfach schon weiter seit, wie wir “säkularisierten” deutschen.
ich wünsche euch viel erfolg und lasst euch von den ganzen nörglern, neidern und sonstigem gschwirl nicht abbringen!
@HerrAbiz: “Gehe über das Grüne hinaus zum Roten und dann zum Blauen ” sagt schon viel aus ….
14. markus | 5.06.09 at 10:08 pm
@harald schön: atheismus als eine religion zu bezeichnen ist so, als würde man “glatzköpfig” als haarfarbe bezeichnen. (das zitat stammt glaub ich von don hirschberg.)
15. Helmut | 5.06.09 at 10:46 pm
Der Slogan ist schon in Ordnung so.
Wissenschaftlich gesehen, kann man ja nicht beweisen, dass es keinen Gott gibt. Man kann eigentlich von gar nichts die Nichtexistenz beweisen. Deshalb besteht ja auch die Beweispflicht für die Existenz von etwas, von dem man behauptet, dass es existiert.
Es deutet aber sehr viel darauf hin, dass es keinen Gott gibt. 100%ig wissen kann man es nicht. Das unterscheidet die Atheisten und Wissenschaftler von den Dogmatikern.
Ein Dogmatiker lässt sich durch nichts von seinem Dogma abbringen.
16. Harald Schön | 5.06.09 at 11:19 pm
ich bin weder christ, noch angehöriger sonst einer der großen weltreligionen. zugegeben, atheismus als glaube zu bezeichnen ist etwas gewagt, trotzdem ist es eine tatsache, dass es noch niemandem gelungen ist die existenz gottes zu beweisen oder zu widerlegen. auch wenn manche das anders sehen…
17. Thomas | 5.06.09 at 11:25 pm
Vom Standpunkt der akademischen Philosophie (also der echten, nicht der an katholischen Fakultäten) die sich auf die empirischen Naturwissenschaften stützt (so, das waren jetzt einige Einschränkung) ist das einzige noch haltbare Argument für die Existenz eines Gottes jenes, dass sich die Existenz nicht widerlegen lässt. Die Existenz der Götter der heiligen Schriften lässt btw. aber sehr leicht widerlegen, sofern man nicht glaubt dass Naturgesetzte, Logik etc. für diese Frage irrelevant sind. Aber dann ist eh jede sinnvolle Diskussion unmöglich…
18. Andrea Mayer-Edoloeyi | 6.06.09 at 1:00 am
@Thomas: Ich kanns leider nicht lassen. Aber alle “akademische Philosophie (also der echten, nicht der an katholischen Fakultäten)”, wie du es nennst, darauf zu reduzieren, dass sie sich auf empirische Naturwissenschaften stützen muss, wird wirklich in keiner Weise dem gerecht, was heute Philosophie in ihrer Breite ist. Vielleicht solltest du mal Wissenschaftstheorie belegen, dich mit Philosophie beschäftigen, die die Psychoanalyse einbezieht oder einfach auch nur Diskurse im 20. und 21. Jahrhundert rezipieren. So klar und eng wie du das darstellst ist das ganz sicher nicht. Da muss ich noch gar keine theologische Debatte anfangen.
19. Luecke | 6.06.09 at 1:09 am
Das Problem ist, dass sich eine Nicht-Existenz eben generell nicht beweisen lässt. Darum gibt es ja das Spaghetti-Mostner um die Vorstellung eines Gottes ad absurdum zu führen!
achja… Ramen!
20. Harald Schön | 6.06.09 at 1:36 am
vom philosophischen standpunkt aus gesehen, lässt sich so gut wie überhaupt nichts beweisen, außer dass wir wahrnehmen. wahrheit ist eine halluzination, auf die sich die mehrheit verständigt hat…
21. Christian Schreiter | 6.06.09 at 1:47 am
Und der Sinn/das Ziel dieser Kampagne wäre konkret welcher/welches?
Ist nur eine rethorische Frage, ihr müsst also nicht weiter drüber nachdenken
22. Luecke | 6.06.09 at 2:38 am
@Harald Schön
Das kommt auf den philosophischen Standpunkt an.
Die Begrifflichkeit von Wahrheit ist philosophisch und erkenntnistheoretisch wesentlich komplexer gefasst.
23. Thomas Heiling | 6.06.09 at 10:33 am
Auch mit hätte eine 100% Aussage besser gefallen… aber was soll´s – viel, viel besser als nichts gegen diese Organisationen zu unternehmen!
Für mich stellt sich die Frage eines Gottes nicht mehr. Ich hab´ die gottlose Welt im Klosterinternat kennen gelernt. Als einziger evangelischer in einem katholischen Internat – vielleicht war das mein Glück.
Trotzdem hatte ich mindestes bis 30 das Gefühl dass mir da jemand über die Schulter sieht.
Heute weis ich das es keinen Gott gibt.
Und das ist keine Respektlosigkeit gegenüber Gläubigen – sonst wären die Kirchen ja maßlos respektlos ggü. Ungläubigen…
Und das Denken “ES” wäre genausogut möglich wie unmöglich ist unterenwickelt – sorry – aber stimmt die Behauptung im Zentrum der Sonne dreht sich eine 100 km Durchmesser grosse Milchkugel, in der Wesen aus Honig ewiges Leben feiern – zu 50 % – weil sich das Gegenteil nicht 100% beweisen lässt??
Trotzdem glauben immer noch so viele Menschen nach dem Weltbild von Stammeskulturen leben zu müssen welche vor mind. 4000-5000 Jahren existierten, und sie sind sogar stolz darauf das immer noch nach Punkt und Beistrich zu tun (die Juden)
Andere liefen in der jüdischen Endzeitstimmung von vor 2000 Jahren zu einem der damals herumlaufenden Messiase über und begründeten die jüdische Sekte des Christentums. Und vor rund 1300 Jahren gelang es einem Ismaeliten seiner Umgebung glaubhaft zu machen der jüdich/christlich/und mittlerweile eben moslemische Erzengel Gabriel sei ihm erschienen zu um ihm ein Update der Glaubenregeln zu übermitteln.(diktiert – nicht aufgeschrieben – der da oben dürft auch noch ein kleiner Sadist sein)
Mein GOTT…..
Die einzige Entschuldigung die ich für jene Menschen finden kann: Irren ist menschlich – mir gings genauso!
24. Thomas | 6.06.09 at 1:15 pm
@Andrea
Ich habe Einschränkungen für meinen Standpunkt angeführt, dass es andere philosophische Strömungen als die analytische Philosophie gibt, hab ich nie bestritten.
25. Stefan Maurer | 7.06.09 at 5:19 pm
Die eigentliche Kontroverse zwischen Atheisten und Gläubigen ist in der Frage zu sehen: “Was ist das Absolute?” Dem Atheisten zufolge ist das tiefste Absolute ein Teil der Welt (zB. Materie, Energie), wohingegen nach Ansicht des Theisten (und des Deisten) das tiefste Absolute (also Gott) außerhalb der Welt liegt… Beide Standpunkte sind G l a u b e n s s a c h e!!!
Soll man der atheistischen oder der gläubigen Position den Vorzug geben? Man kann rationale Gründe anführen, die für die gläubige Ansicht sprechen. Ich denke, dass das tiefste Absolute so unbegreiflich und so rätselhaft ist, dass es sozusagen unendlich weit von unserem Erfahrungsbereich und unendlich weit von unserer Erkenntnisfähigkeit entfernt sein müsste. Deshalb halte ich es für falsch, einen Baustein der Welt (zB. Materie) oder eine andere Wirklichkeit, die wir erforschen und beobachten können, als das tiefste Absolute zu betrachten. Folglich muss das tiefste Absolute eine Wirklichkeit außerhalb der Welt sein.
Ein weiteres Argument gegen den Atheismus …: Nach meinem Dafürhalten kann es das totale Nichts, aus dem die Welt nach atheistischer Auffassung hervorgegangen sein soll, nicht gegeben haben. Das totale Nichts, dh. das “vollkommene Fehlen von allem, das jedoch die Möglichkeit beinhaltet, ein Universum zu gebären”, ist noch unbegreiflicher als Gott…
26. agnostic900rr | 8.06.09 at 8:56 am
“Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott” ist eine agnostische Aussage, da sie weder die Existenz, noch das nicht existieren eines Gottes als gegeben annimmt. Sie steht somit in der Mitte. Der einzig richtige atheistische Spruch müsste also “Es gibt keinen Gott” lauten.
27. Amazone | 8.06.09 at 12:36 pm
@Stefan Mauerer:
Beide Standpunkte sind G l a u b e n s s a c h e!!!
Du glaubst an den Osterhasen und ich glaube nicht an den Osterhasen. Sind wir deshalb beide gläubig? Ist die Existenz des Osterhasen gleich wahrscheinlich wie seine Nicht-Existenz?
Nach meinem Dafürhalten kann es das totale Nichts, aus dem die Welt nach atheistischer Auffassung hervorgegangen sein soll, nicht gegeben haben.
Erstens behauptet keiner, dass die Welt aus dem totalen Nichts entstanden ist. Die Energie war da, aber dichter verpackt. Und zweitens würde deine (falsche) Annahme auch voraussetzen, dass Gott nicht aus dem “totalen Nichts” entstanden ist. Wer/was hat “Gott” erschaffen?
Im Übrigen wird kein ernstzunehmender Atheist behaupten, alles logisch und beweisbar erklären zu können. Vielleicht wird es der Menschheit niemals gelingen, alles zu erklären, was in diesem Universum so passiert. Allerdings ertrage ich lieber das Unwissen, als mir ein Überwesen zurechtzuschneidern, dessen Aufgabe lediglich darin besteht, dieses Unwissen zu überdecken, dabei aber keinen Deut zum Verständnis beiträgt. Denn eine Erklärung über das Unerklärliche (Gott) erklärt rein gar nichts, weswegen Gott auch in keiner wissenschaftlichen Theorie etwas verloren hat.
Falls dich das Thema interessiert, im Forum der deutschen Buskampagne wurde das eingehend diskutiert.
http://www.buskampagne.de/?p=435&cpage=73#comment-4682
28. Amazone | 8.06.09 at 12:39 pm
@Stefan Maurer: Sorry html versaut!
Daher zur Klarstellung: Dein Zitat umfasst nur “Nach meinem Dafürhalten … – … gegeben haben.”
29. Stefan Maurer | 8.06.09 at 4:34 pm
@Amazone:
Deinen Vergleich mit dem Osterhasen finde ich- ohne dir zu nahe treten zu wollen – doch ziemlich oberflächlich und damit völlig irrelevant. Was soll denn ich am Osterhasen glauben – einem bloßen Symbol für Ostern?
Deiner Meinung nach kann es das totale Nichts nicht gegeben haben – die Energie – nur dichter verpackt- war da: Also gehst du von einer Gegebenheit aus, ohne diese weiter zu hinterfragen. Gemäß dem Ursacheprinzip ist doch zu fragen: Woher bitte war die Energie?
Der Glaube, dass Gott ewig ist, bedeutet keineswegs eine “falsche” Annahme – denn “falsch” als Gegenteil von “wahr” ist bereits eine definitive Behauptung!Die “Ewigkeit Gottes”überschreitet freilich unendlich unsere Möglichkeit, es zu begreifen. Gott ist für uns Gläubige keineswegs eine “Überwesen”, das wir uns zurechtgeschneidert haben! Unser Gott hat sich selbst offenbart und beruht nicht auf menschlicher Erfindung wie etwa in vielen anderen Religionen. Übrigens: Ein Gott, von dem wir wissenschaftlich zwingend wüßten, wäre nur ein immanenter Teil unser Wissenschaft – also all seiner göttlichen Eigenschaften, die er uns offenbart hat, beraubt. Ein “gewußter” Gott wäre geistig auf der gleichen Ebene wie mein Geist !! Siehe Goethes Feststellung in Faust I: “Du gleichst dem Geist, den du begreifst.”Kurz: Zu Gott führt niemals der wissenschaftliche Weg (ansonsten obige Konsequenzen), sonder nur der Glaube – und dieser ist jenseits aller Wissenschaft und Logik! Wir können also von Gott a priori nicht
“w i s s e n “!! Der große Schriftsteller Faranz Werfel bringt es auf den Punkt: “Wer glaubt, braucht keinen Beweis – Wer nicht glaubt, für den gibt es keinen Beweis.”
Glaubst du wirklich, unser ca. 1300 Gramm schweres Gehirn(nichts als Materie!) kann solche Fragen endgültig entscheiden wie: Gibt es Gott? Gibt es ein Weiterleben nach dem Tod usw.??
Ich gebe es zu: Auch meine Vernunft wehrt sich oft gegen die Vorstellung, dass es einen ewigen, allmächtigen Gott geben soll. Aber dann frage ich mich sofort: kann das denn unsere Vernunft endgültig entscheiden? Da halte ich es lieber mit dem Universalgenie Plaise Psacal, der sich in seinen “Pensees” mit dieser Problematik sehr ausführlich beschäftigt hat. Ich wünsche dir von Herzen, dass du zum Glauben kämest.
30. markus | 8.06.09 at 4:40 pm
stefan maurer: darf ich fragen, was du beruflich machst?
31. Amazone | 8.06.09 at 6:05 pm
@Stefan Maurer:
Ich wünsche dir von Herzen, dass du zum Glauben kämest.
Ich wurde katholisch erzogen (kenne auch die Bibel ziemlich gut) und habe an Gott gelaubt, bis ich draufgekommen bin, dass diese Hypothese nichts in der Welt erklärt. Um das Phänomen “Gott” zu erklären, braucht man weitere komplizierte Hypothesen.
Die “Ewigkeit Gottes”überschreitet freilich unendlich unsere Möglichkeit, es zu begreifen. Gott ist für uns Gläubige keineswegs eine “Überwesen”, das wir uns zurechtgeschneidert haben! Ihr schneidert euch pausenlos alles zurecht, und je mehr die Wissenschaft fortschreitet, desto mehr muss der Glaube adaptiert werden, um die offensichtlichsten Widersprüche zu verdauen. (Alter des Universums, Evloution…)
Wenn man die zig-Tausenden möglichen Götter betrachtet, ist die Wahrscheinlichkeit, den richtigen anzubeten, ziemlich gering. Nicht alle Religionen können richtig sein, aber alle falsch.
Woher weißt du, dass du den richtigen anbetest?
Wenn jemand nicht an Gott glauben will, soll er das privat machen, forderst du.
Dasselbe fordere ich für den, der glauben will. Daher will ich mit meinen Steuern keinen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen und keine theologischen Fakultäten unterstützen. Die Kirchen müssen sich aus ihren eigenen Mitteln erhalten. Statt religionsnaher Betriebe sollen genug sekuläre Träger im Sozialwesen mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden.
Wenn das alles mal erledigt ist, braucht man die Aktionen wie diese nicht mehr. Bis dahin aber ist es der falsche Weg, auf “verletzte religiöse Gefühle” Rücksicht zu nehmen, denn diese zementieren die weltanschauliche Borniertheit, die sich hinter ihnen versteckt. Die Minimalanforderungen kritischer Vernunft sind jedem zumutbar.
32. Stefan Maurer | 8.06.09 at 6:34 pm
@Amazone:
Leider weiß ich von dir persönlich so gut wie nichts, um vielleicht verstehen zu können, warum du so negativ auf Gott und Glauben (weltanschauliche Borniertheit) reagierst.Aufgabe der Religion (röm.kath.) ist es übrigens nicht, verbindliche Aussagen über unsere Erde und den Kosmos zu tätigen. Die Bibel enthält keine verbindlichen naturwissenschaftlichen Aussagen (Genesis usw.), sondern nur Heilsaussagen, die sich keineswegs dem jeweiligen Zeitgeist in der Geschichte der Menschheit anpassen müssen. Wissenschaft und Glaube schließen einander nicht aus, und viele große Naturwissenschaftler der jüngsten Vergangenheit waren gläubig! Sie waren sich der Grenzen der Wissenschaften wohl bewusst. Schade, dass du dich zu dieser negativen Einstellung gegenüber dem Glauben entwickelt hast.
33. Amazone | 8.06.09 at 7:03 pm
viele große Naturwissenschaftler der jüngsten Vergangenheit waren gläubig
Welche denn?
34. Amazone | 8.06.09 at 7:26 pm
@Stefan Maurer:
Die Bibel enthält … nur Heilsaussagen, die sich keineswegs dem jeweiligen Zeitgeist in der Geschichte der Menschheit anpassen müssen
Wenn du dich halbwegs redlich mit den Texten der Bibel auseinandersetzt, wirst du draufkommen, dass große Teile davon aus ungeheuerlichen von Gott begangenen von ihm angeordneten Verbrechen (Sklaverei, Vergewaltigung, Steinigungen ungezogener Söhne und Ehebrecherinnen,…) bestehen. Und auch das neue Testament ist voller pyromanischer Rachefantasien (Heilslehren sehen anders aus). Ungläubige werden durch Jesus selektiert und und ewige Feuer zu ewigen Qualen geworfen…
Zum Glück schreckt so etwas kaum noch jemanden.
35. Amadeo | 9.06.09 at 5:10 pm
@Thomas Heiling(6.6.09, Nr. 23):
“Heute weis ich das es keinen Gott gibt.”
Das “Wissen” eines frustrierten Exinternatlers – bist du dir dessen sooo sicher? Gab es im Internat nur negative Erlebnisse? Psychologisch durchaus verständlich, zumal ich selber Jahre in einem Internat verbracht habe. Aber deswegen gleich das Kind mit dem Bad ausschütten – sprich: Gott die Existenz
abzusprechen, weil es in seiner Bodenmannschaft schwarze Schafe gibt? Oder welche andere Gründe haben dazu geführt, dass du dich von Gott abgewandt hast und damit von allen seinen Verheißungen für die an ihn Glaubenden nach ihrem Tod? Kannst du darauf so locker verzichten? Antworte bitte auf meinen Kommentar – dein Fall interessiert mich wirklich sehr. Danke.
36. Amadeo | 9.06.09 at 5:21 pm
@Harals Schön:
“vom philosophischen standpunkt aus gesehen, lässt sich so gut wie überhaupt nichts beweisen, außer dass wir wahrnehmen. wahrheit ist eine halluzination, auf die sich die mehrheit verständigt hat…” – Ist dir wohl nicht dein Selbstwiderspruch aufgefallen: “vom philosophischen…”Ist dann diese deine Feststellung nicht auch Halluzination – also keine Wahrheit. Du leugnest die Möglichkeit der Wahrheit und forderst sie im gleichen Atemzug für diese deine Aussage!!!Konsequenterweise müßtest du schweigen!
37. Stefan Maurer | 9.06.09 at 5:49 pm
@markus:
Deine Anfrage beantwortend: von Beruf bin ich Professor – im Laufe vieler Jahre habe ich mich durch eifrige Lektüre einschlägiger Bücher, durch Besuch von Vorträgen et cetera zum Glauben durchgerungen. Leider musste und muss ich immer wieder feststellen, dass viele, die Statements über Gott, Glauben….abgeben, in ihrer religiösen Bildung auf einem ziemlich niedrigen Niveau stecken geblieben sind. Kein Wunder, wo man heutzutage den Religionsunterricht an den Schulen abschafft und durch den Ethikunterricht ersetzt, wo von Gott keine Rede mehr ist. Dabei ist religiöse Bildung für den Menschen ungleich wichtiger als etwa Chemie, Biologie und andere Gegenstände, die leider einen höheren Stellenwert in den Schulen haben. Sein ganzes Leben lang muss sich der Mensch mit Gott beschäftigen, da “lernt man niemals aus”!! Aber statt dessen werden die Schüler mit falschen Theorien traktiert wie etwa der Evolutionstheorie, die aus wissenschaftlicher Sicht nur eine Art “höherer Blödsinn” ist! Absolut durch nichts bewiesen, voller offener Fragen, voller Annahmen, die nicht weiter hinterfragt werden und mit allen seinen Zufällen, Mutationen, Selektion…letztendlich zu keinem Endziel führend. Für rein materialistisch eingestellte Menschen, die in ihrem Denken an der Oberfläche kleben, mag sie ja recht plausibel klingen, jedoch nicht für kritische Menschen, die die Wahrheit suchen.Ich nehme nicht an, dass du zu diesen oberflächlichen Menschen zählst, die nicht bereit oder fähig sind, etwas tiefer zu blicken.Gruß! Und was bist du von Beruf?
38. kolibri | 9.06.09 at 6:17 pm
Professor… aha… und in was?
Die Evolutionstheorie als eine Art “höheren Blödsinn” abzustempeln ist gewagt – zumal es so scheint, als hättest du dich nicht ausführlich mit der Materie beschäftigt.
Absolut durch nichts bewiesen?
- Fossilfunde, die sich chronologisch einordnen lassen, genetische Ähnlichkeiten verschiedener Arten, usw. sind doch wohl Indizien.
Die Existenz von Mutationen wirst du doch wohl nicht ernsthaft abstreiten wollen. Und die Selektion ist eine logische Folge davon. Beide Faktoren sind bewiesen und lassen sich sogar in unserer Zeit noch verfolgen.
Es tut mir leid, dass ich solche Schlüsse ziehen muss, aber nach deinem letzten Beitrag hier denke ich, dass du dich noch nie wirklich mit dieser Theorie auseinandergesetzt hast.
39. alm | 9.06.09 at 6:58 pm
@kolibri
Hast du nicht aufgepasst im Religionsunterricht, als Noah die Brontosauri und Trilobiten in seine Arche verfrachtet hat. Die Datierung der Fossilien ist einfach falsch!
40. markus | 9.06.09 at 8:17 pm
@stefan / thomas / wasauchimmer:
Absolut durch nichts bewiesen, voller offener Fragen, voller Annahmen, die nicht weiter hinterfragt werden und mit allen seinen Zufällen, Mutationen, Selektion…letztendlich zu keinem Endziel führend.
das ist ja ein zufall. ich bin in der endphase des biologiestudiums, und wenn du dich jemals ein klein wenig mit naturwissenschaften und der evolutionstheorie im speziellen auseinander gesetzt hättest, würdest du vermutlich etwas anders denken.
es gibt in der biologie vermutlich keine theorie, die so umfassend wissenschaftlich belegt und anerkannt ist wie die evolutionstheorie.
bereits nach dem 2. semester des biologiestudiums ist im grunde allen klar, dass es zu keinem zeitpunkt ein eingreifen eines gottes braucht, um zu dem zustand zu gelangen, den wir heute (oder irgendwann) auf der erde finden.
wenn ich dir ein buch empfehlen darf (aber ich brauche mir vermutlich die mühe gar nicht machen), dann wäre das “on the origin of species by means of natural selection” von charles darwin höchstpersönlich. sogar vor 150 jahren hat man evolution und natürliche selektion schon einleuchtend und mit vielen beispielen erklären können.
ich finde es aber immer interessant, wenn leute laut “nein, nein, nein” schreien und sich die ohren zuhalten, bevor sie eine idee überhaupt vollständig hören.
professor also? an einer universität?
41. Michael | 9.06.09 at 9:33 pm
Gibt es ” Es gibt ….. keinen Gott” als Aufkleber, Button, etc.?
42. Thomas Heiling | 11.06.09 at 8:33 pm
@35. Amadeo | 9.06.09 at 5:10 pm
Frust ??
Befreiung und Erleichterung sind die vorherrschenden Gefühle nach dem man die Endlichkeit seines Seins akzeptiert hat.
Selbstverantwortung steht plötzlich im Mittelpunkt.
Nicht weil Gottes Strafe droht, sondern die Konsequenzen meiner Aussagen und Handlungen mein Leben im nächsten Moment verändern können.
Und das ich in dieser Hinsicht in keiner Weise autark agieren kann – Alles von Allem abhängig ist – Jeder von Jedem, egal woran jemand glaubt – nur Nichts von einem der vielen “Götter”.
(Abgesehen von den Entscheidungen die Menschen auf der Grundlage ihrer Religion treffen.)
Das Kind mit dem Bad ausgeschüttet habe ich sicher nicht – ich brauchte 25 Jahre um so locker auf Versprechungen des ewigen Lebens verzichten zu können.
Aus Sicht der Psychologie vielleicht ein normaler Zeitraum wenn man die jahrelange Indoktrination solch monumentaler und absoluter Denkweisen in so früher Kindheit bedenkt
Und nein – abgesehen davon, dass man dort mit Tränen in den Augen Schranzhocke praktizieren musste – das Hauptgericht in der Suppe landete, sollte einem diese absolut gar nicht geschmeckt haben (musste aufgegessen werden) war die Bodenmannschaft dort recht annehmbar – Wirklich!
Nur Gott war absolut nicht vorhanden…
Danach folgten Jahre der Suche…
Das Erkennen das Gott und Allah eins sind
Und das es letztlich der jüdische Gott ist den Christen und Muslime anbeten.
Das Forschen nach der Geschichte und den Wurzeln dieses Gottes.
Und das Erkennen daß wir immer noch dem Glauben einiger Beduinenvölker anhängen.
Der Glaube an Gott war damit aber keineswegs gebrochen – die Sichtweise des Christentums – ja-aber ich war immer noch auf der Suche nach dem selben Gott!! (Nobody´s perfect)
Es folgten noch Jahre der Esoterik – immer noch in der Annahme es handelt sich um den selben Gott den ich da suche…
Aber das würde den Rahmen hier sprengen.
Letztlich darf jeder glauben was er will – er muss ja auch damit leben.
Das ist meine Meinung!
Nur leider sehen das Religionsgemeinschaften oft nicht so.
Erreicht der Machteinfluss solcher Organisationen einen zu hohen Level wird´s ganz schlimm für alle Andersdenkenden.
Das haben wir Christen in den letzten Jahrhunderten mehrmals bewiesen – zeigen heute die Islamisten in Staaten wie Iran oder Pakistan… und wenn man bedenkt daß es buddistische Extremisten gibt würde das schon wieder witzig werden – wenn es nicht so traurig wäre.
Es wäre schön wenn die Menschen dieses “Leben wir nach dem was wir glauben” in ein “Leben wir nach dem was wir wissen” verwandeln könnten.
Das werd ich aber nicht mehr erleben.
(Und das glaube ich nicht – das weis ich)
Mein Interesse gilt aber nicht mehr Gott
Der interessiert mich nicht mehr.
Wenn es in gibt soll er bleiben wo er ist und mich zum Teufel schicken – vielleicht kann ich den zum Guten bekehren
(kleiner Scherz am Rande)
Stellt sich die Frage warum ich hier überhaupt mitschreibe?
Aber dazu komme ich vielleicht später…
mfg Thomas
43. Josef | 12.06.09 at 8:23 am
Atheisten sind nur Menschen die ihren Weg zu Gott noch nicht gefunden haben. Aber Gott liebt alle und verzeiht alles! Nette Kampagne, fördert die aktive Auseinandersetzung mit dem Glauben.
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